Weihnachtsstreiks in Frankreich und Großbritannien

Weihnachtsreisende warten während der Streiks in Paris am Bahnhof Gare de Lyon
Weihnachtsreisende warten während der Streiks in Paris am Bahnhof Gare de Lyon Copyright Lewis Joly/2022 The Associated Press.
Von euronews
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Französische und britische Reisende haben ein kompliziertes Weihnachtswochenende - die Bahnen werden bestreikt. Der für Silvester angekündigte Bahnstreik in Frankreich fällt aus, Gewerkschaften und Betreiber haben sich geeinigt.

WERBUNG

Französische Reisende haben ein kompliziertes Weihnachtswochenende: Die französische Bahn hatte streikbedingt mehr als ein Drittel der Züge gestrichen, am stärksten betroffen waren die TGV-Hochgeschwindigkeitszüge. Etwa 200.000 Weihnachtsreisende hatten noch verzweifelt versucht, Flüge oder Leihwagen zu buchen.

In der Tat bin ich hin- und hergerissen: Ich verstehe den Streik - und ich verstehe auch die Leute, die am Ende ihrer Kräfte sind. Man will zu seiner Familie - und es geht einfach nicht.

Für das Silverstwochenende können Zugfahrgäste in aber Frankreich aufatmen: Der drohende Bahnstreik am Neujahrswochenende ist abgewendet worden. Die Bahngesellschaft SNCF und vier Gewerkschaften haben sich am Freitag vor Weihnachten in dem Tarifstreit geeinigt. Die Störungen am Weihnachtswochenende blieben aber unverändert.

Die Zugbegleiter der SNCF hatten am Donnerstagabend einen Streik begonnen, der bis Montagmorgen angekündigt war. Auch für das Neujahrswochenende hatte es eine Streikvorankündigung und Angst vor weiteren massenhaften Zugausfällen gegeben.

Der Streik trifft die Menschen in Frankreich an dem verkehrsintensiven Weihnachtswochenende besonders deshalb hart, weil Züge oft schon lange im Vorhinein ausgebucht sind und eine Fahrt nur mit Sitzplatzreservierung möglich ist.

Britischer Premierminister Sunak "traurig und enttäuscht" über die vielen Streiks

Auch Großbritannien wird derzeit von einer beispiellosen Streikwelle erfasst. Ob Passkontrolle, Zugverkehr, Briefträger, Autobahnmeistereien oder Pflegekräfte und Rettungswagenfahrer - angesichts der hohen Inflation und mehrerer Jahre ohne Gehaltserhöhungen fordern sie alle deutlich mehr Geld. 

Der britische Premierminister Rishi Sunak will trotzdem weiterhin nicht über höhere Gehälter verhandeln - er sei "traurig und enttäuscht" über die vielen Streiks.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Streiks in vielen Städten Europas: Inflation treibt Menschen auf die Straßen

Britisches Klinikpersonal streikt zum ersten Mal in der Geschichte für höhere Löhne

Nicht hart genug? Migrationspakt im EU-Wahlkampf an Frankreichs Grenze kritisiert