Mehr Munition für Kiew: NATO fordert Produktionskapazitäten hochzufahren

Soldat in der Ukraine
Soldat in der Ukraine Copyright Libkos/ AP
Von Julika Herzog mit dpa, AP, AFP
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Die ukrainischen Soldaten an der Front brauchen dringend mehr Munition.

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Während Russland die Angriffe im Süden und Osten der Ukraine verstärkt, drängt Kiew auf Geschwindigkeit bei der Militärhilfe. Die ukrainischen Soldaten an der Front brauchen dringend mehr Munition. Russland hat Berichten zufolge zeitweise 20.000 Artilleriegeschosse pro Tag abgefeuert, derweil feuert die Ukraine Schätzungen zufolge zwischen 6.000 und 7.000 täglich ab. 

Stoltenberg fordert schnelle Militärhilfe an die Ukraine

Die 30 NATO-Verteidigungsminister - zurzeit bei einem zweitägigen Treffen in Brüssel - wurden vom Generalsekretär aufgefordert, der Ukraine mehr Munition zu liefern und die Produktionskapazitäten für Munition hochzufahren - auch damit die eigenen Bestände wieder aufgefüllt werden können.

"Die NATO-Verbündeten leisten der Ukraine beispiellose Unterstützung, um ihr Recht auf Selbstverteidigung zu wahren. Wir haben von Anfang an sehr eng mit der Europäischen Union zusammengearbeitet, um die die Ukraine so lange zu unterstützen, wie es nötig ist", so NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg. 

Auch Kiew drängt auf Geschwindigkeit bei Militärhilfe

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Geschwindigkeit bei der Militärhilfe für sein angegriffenes Land gepocht. "Wir sehen, dass der Kreml versucht, aus Russland jeglich Aggressionspotenzial herauszuquetschen", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft am Dienstag. "Sie haben es eilig, denn sie wissen, dass die Welt am Ende stärker ist, aber Zeit braucht, um ihre Kraft zu entfalten." Deshalb komme es nun auf schnelle Hilfe an.

Zugleich bedankte er sich für weitere Waffen-Zusagen bei einem Nato-Treffen einige Stunden zuvor in Brüssel. Weiter kaum Fortschritte aus ukrainischer Perspektive gibt es allerdings zu der gewünschten Lieferung westlicher F-16-Kampfjets. 

"Abnutzungskrieg": Weiter angespannte Lage bei Bachmut

Hoch angespannt bleibt die Lage derweil insbesondere in der schwer umkämpften Stadt Bachmut im Osten, wo um jeden Meter Land gekämpft wird. Kurz vor dem ersten Jahrestag der Invasion wird eine baldige Großoffensive Russlands erwartet.

US-Generalstabschef Mark Milley bezeichnete den Kampf um die Region Bachmut im Osten des Landes als Abnutzungskrieg. Es gebe viel Gewalt und viele Gefechte, aber die Frontlinie sei ziemlich stabil, sagte Milley am Rande eines Nato-Treffens in Brüssel auf eine Frage nach dem aktuellen Kriegsgeschehen.

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