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Pro-Russische Ultranationalisten versuchen Sturm auf Amtssitz des serbischen Präsidenten

Eine serbische Flagge mit der Aufschrift "Kosovo" während einer Demonstration gegen die serbischen Behörden und den deutsch-französischen Plan zur Lösung des Kosovo-Problems
Eine serbische Flagge mit der Aufschrift "Kosovo" während einer Demonstration gegen die serbischen Behörden und den deutsch-französischen Plan zur Lösung des Kosovo-Problems Copyright Darko Vojinovic/Copyright 2023 The AP.
Copyright Darko Vojinovic/Copyright 2023 The AP.
Von euronews Serbien
Zuerst veröffentlicht am
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Brüssel und Washington haben Serbien eine Frist bis März eingeräumt, einem internationalen Plan zur Verbesserung der Beziehungen zuzustimmen. Die Unabhängigkeit seiner ehemaligen Provinz musss Serbien zwar nicht anerkennen, allerdings die UN-Mitgliedschaft - ein NoGo für die serbischen Nationalisten

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Der serbische Präsident Aleksandar Vucic hat es nicht leicht dieser Tage – Ärger hat er mit prorussischen Ultranationalisten, zum einen wegen des Kosovo, zum anderen, weil er öffentlich Sanktionen gegen Russland als „möglicherweise unvermeidlich“ bezeichnet hat. 

In Belgrad wurde sein Rücktritt und das Ende der "verräterischen Regierung und ihres Verrats am Kosovo" gefordert. Russische und serbische Fahnen schwenkend versuchten hunderte Protestierende, das Büro des Präsidenten zu stürmen, es gab sogar Morddrohungen. 

Die serbischen Ultranationalisten lehnen ein unabhängiges Kosovo ab, unterstützen den russischen Einmarsch in die Ukraine und haben Verbindungen zur russischen Söldnergruppe Wagner. Vor der jubelnden Menge sagte er, sollte es der Regierung nicht gelingen, eine UN-Mitgliedschaft des Kosovo zu verhindern, werde er Russland bitten, ein Veto im UN-Sicherheitsrat einzulegen.

"Soll die UNO den Kosovo aufnehmen? "Ihr fürchtet Unruhen. Ich schwöre euch, wir sind zu mehr als das bereit."

Damjan Knežević führt die "Volkspolizei"

Hunderte von pro-russischen Nationalisten haben Präsident Aleksandar Vucic aufgefordert, einen westlichen Plan zur Normalisierung der Beziehungen mit dem abtrünnigen Kosovo abzulehnen und sich aus den Verhandlungen zurückzuziehen. Die Demonstranten riefen "Verrat", trugen Transparente mit der Aufschrift "Keine Kapitulation" und blockierten den Verkehr in der Nähe des Präsidialamtes. Die Wiedereingliederung des Kosovo in Serbien sei der einzig mögliche Weg, so die serbischen Ultranationalisten.

"Diese Regierung hat uns an diesen Punkt gebracht, es ist an der Zeit, sie auszuwechseln. Ich bin für Russland als Familie, wir sind mit Russland verbunden."

"Es ist nicht sein Kosovo, es gehört ihm nicht, er hat es nicht geerbt. Er kann nicht einfach unterschreiben, was er da unterschreiben soll."

Protestierende in Belgrad

Brüssel und Washington haben Serbien eine Frist bis März eingeräumt, einem internationalen Plan zur Verbesserung der Beziehungen zuzustimmen. Die Unabhängigkeit seiner ehemaligen Provinz musss Serbien zwar nicht anerkennen, allerdings die UN-Mitgliedschaft - ein NoGo für serbische Nationalisten.

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