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Erdbeben in Syrien und Türkei: Hilfe kommt nach und nach an

Eine vom Erdbeben betroffene Frau in Samandag im Süden der Türkei
Eine vom Erdbeben betroffene Frau in Samandag im Süden der Türkei Copyright AP Photo
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Von Euronews mit AP, dpa
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Das Erdbeben ist fast 12 Tage her. Jetzt noch Lebende unter den Trümmern zu finden ist eher unwahrscheinlich geworden. Umso mehr müssen die Menschen versorgt werden, die alles verloren haben und nun obdachlos geworden sind. Allmählich kommen Hilfslieferungen in den Erdbebengebieten an.

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Fast zwei Wochen nach dem Erdbeben in Syrien und der Türkei sind viele Tote weiterhin unter den Trümmern begraben, doch allmählich tritt die Versorgung der Überlebenden immer mehr in den Vordergrund. Zwar erreichen Hilfsgüter die Region von Adana und andere städtische Gebiete. Ländliche Regionen sind allerdings nach wie vor schwer zu erreichen.

Unterdessen sind erste EU-Hilfen auf dem Weg nach Syrien. Ein Schiff mit 16 Containern erreichte den Hafen von Beirut. An Bord sind Zelte, Heizgeräte und sonstige Hilfsgüter, die an die Erdbebenopfer in Syrien gehen sollen.

EU-Hilfen angekommen

Laut Luigi Pandolfi, Leiter der EU-Hilfe in Syrien, sind ""mehrere Flugzeuge in den letzten Tagen in Beirut und auch in Gaziantep gelandet. Zwei logistische Knotenpunkte wurden aktiviert, damit wir die Spenden der europäischen Länder in Beirut sammeln können, um sie nach Damaskus zu liefern, und in Gaziantep, um sie in den Nordwesten Syriens zu bringen."

Es wird allerdings noch einige Zeit dauern, bis Menschen in Idlib und anderen syrischen Regionen Notunterkünfte erhalten.

Tausende Häuser in der Türkei zerstört

Mehr als 84 000 Gebäude in der Türkei sind eingestürzt oder stark beschädigt, wie der Minister für Stadtplanung, Murat Kurum, am Freitag mitteilte. Auch in Syrien sind Tausende Häuser zerstört. In den Erdbebengebieten warnen Behörden die Menschen deshalb noch immer davor, in ihre Häuser zurückzukehren.

In der Türkei gibt es mancherorts wegen der Zerstörung bereits kein Trinkwasser mehr, wie der Chef der Ärztekammer (TTB) im südtürkischen Adana, Selahattin Mentes, sagte. Betroffen sei etwa der Bezirk Nurdag in Gaziantep. Anderswo könne das Leitungswasser womöglich durch Vermischung mit der Kanalisation verseucht sein. 

"Wir brauchen dringend Zugang zu sauberem Trinkwasser in der Region und müssen Hygiene herstellen. Außerdem muss der Müll entsorgt werden." Andernfalls drohten Infektionskrankheiten wie Cholera.

Nach 261 Stunden lebend geborgen

Aus der Türkei gibt es auch elf Tage nach dem Beben weiterhin aufsehenerregende Berichte über Rettungen. Helfer in der türkischen Stadt Antakya hätten zwei Verschüttete nach 261 Stunden aus den Trümmern geholt, berichtete der staatsnahe Sender CNN Türk. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

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