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Butscha: Der Ort des Grauens ist für Flüchtlinge Heimat auf Zeit

Tetyana Matiushenko
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In der Ortschaft nahe Kiew sind mittlerweile Flüchtlinge untergebracht. euronews-Mitarbeiterin Valérie Gauriat berichtet aus Butscha. Sie hat eine Frau getroffen, deren Mann in einem Gefangenenlager festgehalten wird.

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In der vom Krieg gezeichneten Ortschaft Butscha in der Nähe der Hauptstadt Kiew läuft der Wiederaufbau. Der Ort erlangte vergangenes Jahr traurige Berühmtheit, als nach dem Abzug der russischen Einheiten zahlreiche Leichen gefunden wurden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Russland Völkermord vor, das Verteidigungsministerium in Moskau wiederum hielt Kiew vor, die Aufnahmen von Butscha für die westlichen Medien gestellt zu haben.

Matiushenkos Ehemann sitzt in Haft

Inzwischen ist Butscha für einige Flüchtlinge aus der Ostukraine Heimat auf Zeit. Tetyana Matiushenko kommt aus dem Raum Donezk, sie setzt sich für Gefangene ein, darunter auch ihr Ehemann.

Matiushenko sagt: „Seit 2014 ist mein Haus in einem besetzten Gebiet. Weil wir unsere ukrainische Staatsangehörigkeit behalten wollten und im besetzten Gebiet leben, wurde mein Mann entführt. Er hat das Konzentrationslager namens "Izolaciya" überlebt. Da war er zehn Monate und unmenschlicher Folter ausgesetzt, die seiner Gesundheit stark geschadet hat. Wegen der Folter mit Strom hatte er gebrochene Rippen und verbrannte Organe. Manche Gefangene sind bettlägerig und liegen in ihrem eigenen Kot. Andere helfen denen, die sich nicht bewegen können. 75 Jahre alte Menschen. Eine Frau ist in einem sehr schlechten Zustand. Russland weigert sich, diese Menschen freizulassen. Wir wollen, dass die ganze Welt uns hilft, alle Medien einbinden, damit diese Verstöße gegen die Genfer Konvention bekannt werden. Das ist schlimmer als Faschismus. Das geschieht jetzt gerade, im 21. Jahrhundert, mitten in Europa."

Europarat äußert sich besorgt

Der Europarat, eigener Aussage nach Europas führende Organisation für Menschenrechte und aus dem Russland vor rund einem Jahr ausgeschlossen wurde, hat sich besorgt über die Haftbedingungen in Russland und auf der Krim geäußert,

euronews-Reporterin Valérie Gauriat berichtet: „Im vergangenen April wurden rund 10 000 Kriegsverbrechen, begangen gegen Zivilisten, aufgezeichnet. Weniger als ein Jahr später werden mehr als 65 000 Fälle untersucht.

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