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Erster großer Waldbrand des Jahres in Spanien

Ein Hubschrauber im Einsatz gegen den Waldbrand in Montanejos, Castellon de la Plana, Spanien, 26. März 2023
Ein Hubschrauber im Einsatz gegen den Waldbrand in Montanejos, Castellon de la Plana, Spanien, 26. März 2023 Copyright Alberto Saiz/AP
Copyright Alberto Saiz/AP
Von euronews
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Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez meinte, dass Waldbrände zwar zur "Normalität" für das Land geworden seien, ihr Aufflammen in den kälteren Monaten aber die wachsende Bedrohung durch den Klimanotstand zeige.

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Hunderte Feuerwehrleute kämpfen gegen den ersten großen Waldbrand des Jahres in Spanien. Laut den spanischen Behörden gibt es bei der Eindämmung des Feuers erste Fortschritte. "Die Gesamtentwicklung ist positiv", teilte die Feuerwehr in der Provinz Castellon, wo das Feuer am Donnerstagnachmittag ausbrach, auf Twitter mit. 

Das Feuer hat bereits über 3.800 Hektar Vegetation verbrannt und zur Evakuierung von mindestens 1.500 Menschen in der Region Valencia geführt. Mehr als 500 Feuerwehrleute sind immer noch im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen.

Nach Ansicht von Experten ist der Schutz der spanischen Wälder der Schlüssel zur Eindämmung der Waldbrandgefahr.

Die Wälder "müssen geschützt werden", indem man sich um das Unterholz kümmert, das Waldbrände verursachen kann, was auch dazu beiträgt, "eine Ressource zu schützen, die wirtschaftliche Aktivität erzeugt", sagt Jose Angel Arranz Sanz, Direktor für Forstpolitik in der Region Castilla y Leon.

Helfen würde die Schaffung von Gebieten, die "widerstandsfähiger" sind und sich durch eine abwechslungsreiche "Patchwork-Landschaft" aus "bewaldeten Gebieten und Viehzuchtbetrieben, durchsetzt mit Buschland" auszeichnen. Wo bewaldete Landschaften homogener sind, "ist die Fähigkeit, die Ausbreitung eines Feuers zu verhindern, stark eingeschränkt". 

Der Förster Jorge de Dios, der eine regionale Umweltgewerkschaft vertritt, fordert mehr Ressourcen und warnt vor einem Mangel an Feuerwehrleuten, die für derartige Situationen ausgebildet sind. 

"Wir werden immer mehr und größere Brände erleben".

Jorge de Dios, Förster

Die meisten lokalen Feuerwehrleute seien "keine Profis und nicht ausreichend ausgebildet", was auch von den regionalen Feuerwehrleuten bestätigt wurde. 

Greenpeace forderte die Behörden außerdem auf, einen neuen Ansatz zu verfolgen, der sich auf frühzeitige Präventivmaßnahmen konzentriert, um die Risiken zu minimieren. "Waldbrände müssen ganz oben auf der politischen Agenda stehen und sollten nicht erst dann bekämpft werden, wenn es heiß ist und brennt, sondern durch frühzeitige Präventivmaßnahmen mit einem angemessenen Umweltmanagement, das auf diese neue Realität zugeschnitten ist", so Monica Parrilla von Greenpeace Spanien.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez besuchte eine Kommandozentrale in Castellon, die die Einsatzkräfte bei dem Brand koordiniert, der nun schon den vierten Tag andauert. Das Feuer hat die Evakuierung von mehr als 1.800 Menschen notwendig gemacht, 4.000 Hektar sind verbrannt. 

Sanchez meinte, dass Waldbrände zwar zur "Normalität" für das Land geworden seien, ihr Aufflammen in den kälteren Monaten aber die wachsende Bedrohung durch den Klimanotstand zeige. Die Brände würden die Regionen am Mittelmeer und auf der Iberischen Halbinsel "besonders intensiv" treffen.

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