Pentagon kündigt neue milliardenschwere Militärhilfe für Ukraine an

Patriot-Munition für die Ukraine
Patriot-Munition für die Ukraine Copyright Alex Brandon/AP
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Von Julika Herzog mit dpa, AFP, AP
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Gleichzeitig war eine US-Delegation unter Leitung des ehemaligen US-Außenministers Mike Pompeo in Kiew.

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Die USA haben einen neues Militärhilfepaket für die Ukraine in Höhe von 2,6 Milliarden US-Dollar (knapp 2,4 Milliarden Euro) angekündigt. Darin enthalten sei vor allem Munition für Artilleriegeschütze und das Flugabwehr-Raketensystem Patriot, aber auch Waffensysteme wie die Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars Radarsysteme und Fahrzeuge, so das US-Verteidigungsministerium.

Gleichzeitig war eine US-Delegation aus Politikern, Geschäftsleuten und Vertretern von Wohltätigkeitsorganisationen in Kiew, deren Priorität der Wiederaufbau und die Entwicklung des Landes nach dem Krieg war. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj traf die Abgesandten unter Leitung des ehemaligen US-Außenministers Mike Pompeo.

Selenskyj zu Nato-Gipfel im Juli in Vilnius eingeladen

Bei der Zeremonie in Brüssel zur Aufnahme Finnlands in die NATO, bekräftigte Generalsekretär Jens Stoltenberg die Unterstützung des Militärbündnisses für die Ukraine und lud Selenskyi zum kommenden NATO-Gipfel am 11. und 12. Juli in Litauens Hauptstadt ein.

"Unser heutiges Treffen hat das anhaltende Engagement der NATO für die Ukraine unterstrichen. Die Bündnispartner fahren die Produktion von Waffen und Munition hoch und halten ihre Zusagen in Bezug auf Ausbildung und neue schwere Waffen ein."

"Eine starke, unabhängige Ukraine ist für die Stabilität des euro-atlantischen Raums von entscheidender Bedeutung, und wir freuen uns darauf, Präsident Selenskyj bei unserem Gipfeltreffen in Vilnius im Juli zu treffen."

Russland bestätigt Aufrüstung belarussischer Kampfjets mit Atomwaffen

Im Kreml wird die Erweiterung der Militärallianz um ein russisches Nachbarland als Provokation aufgefasst. Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu sagte vor Militärkommandeuren in Moskau, dass dies das Risiko eines größeren Konflikts erhöhe.

Ausserdem informierte er darüber, dass Russland seinem Verbündeten Belarus atomwaffenfähigen Raketenkomplexes vom Typ Iskander-M zur Verfügung gestellt hat, die neben konventionellen auch nukleare Sprengköpfe tragen können.

"Ein Teil der belarussischen Flugzeuge der Jagdgeschwader hat die Möglichkeit erhalten, mit atomar ausgestatteten Vernichtungsmitteln Schläge gegen Feindobjekte zu führen", so Schoigu. Er bestätigte auch den Beginn der Ausbildung belarussischer Soldaten an den russischen Atomraketen.

Der belarussische Machthaber und Kreml-Verbündete Alexander Lukaschenko wird am Mittwoch zu einem zweitägigen Besuch in Moskau erwartet. Bei seinen Unterredungen mit Russlands Präsident dürfte es unter anderem um die von Wladimir Putin angekündigte Stationierung taktischer Atomwaffen in Belarus gehen, die direkt an der Grenze zu Polen gelagert werden sollen.

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