"100.000 Mann verloren seit Dezember" - Weißes Haus nennt russische Offensive "Fehlschlag"

Ukrainische Soldaten leisten erste Hilfe in Bachmut, Ukraine, 12. April 2023
Ukrainische Soldaten leisten erste Hilfe in Bachmut, Ukraine, 12. April 2023 Copyright Iryna Rubakova/AP
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Von Evelyn Laverick
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Die russischen Angreifer kommen bei Bachmut seit Monaten nur langsam und unter hohen Verlusten voran, das Weiße Haus nennt die russische Offensive einen Fehlschlag.

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Ukrainische Soldaten befestigen ihre Stellungen bei Bachmut; die Verteidiger stehen dabei fast ständig unter russischem Beschuss. Die russischen Angreifer kommen nur langsam voran, unter hohen Verlusten, wie das Weiße Haus auf Basis von Schätzungen der US-Geheimdienste meint und daraus die Folgerung zieht, Moskaus Bachmut-Offensive sei ins Stocken geraten und gescheitert.

"Allein seit Dezember haben wir geschätzt, dass Russland mehr als 100.000 Opfer zu beklagen hat, darunter über 20.000 Gefallene. Fast die Hälfte davon waren Wagner-Söldner, die meisten von ihnen russische Sträflinge, die in Bachmut in den Kampf geworfen wurden, ohne ausreichende Kampf- oder Gefechtsausbildung, Kampfführung oder irgendeinen Sinn für organisatorische Führung und Kontrolle."

John Kirby, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates

Nach Anschlag auf Nachschublinie: Russland sucht die Saboteure

In der russischen der Region Brjansk an der Grenze zur Ukraine sind die Behörden auf der Suche nach den Verantwortlichen für die Sprengung eines Gleisabschnitts, durch die ein russischer Güterzug entgleist ist. Ursache war nach Angaben des örtlichen Gouverneurs ein Sprengsatz an den Schienen. Der Verkehr auf der Strecke sei vorläufig stillgelegt, von den 60 Waggons liege etwa ein Zehntel auf der Seite im Graben. Der Zug hatte Medienberichten zufolge Öl- und Holzprodukte geladen.

Vor wenigen Tagen waren russische Nachschublinien bereits auf der Krim angegriffen worden, ein Treibstofflager auf der von Russland annektierten Halbinsel ist durch eine Drohnenattacke in Brand geraten.

Russen gedenken der ukrainischen Opfer

In russischen St. Petersburg wurden Blumen an einem Denkmal eines ukrainischen Schriftstellers niedergelegt, und auch andernorts in Russland wurd der Toten gedacht, die seit vergangenem Freitag durch russische Raketenangriffe in den Regionen Uman, Kiew und Dnipro gestorben sind.

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