Beschuss zwischen Israel und Islamischer Dschihad tötet auf beiden Seiten

Israel bombardiert seit Dienstag mehr als 250 Stellungen militanter Palästinenser.
Israel bombardiert seit Dienstag mehr als 250 Stellungen militanter Palästinenser. Copyright Hatem Moussa/Copyright 2023, The AP. All rights reserved
Von Euronews
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Aus Gaza kommt heftiger Raketenbeschuss nachdem bei israelischen Luftangriffen auf den Gazastreifen weitere ranghohe Kommandeure der Bewegung Islamischer Dschihad getötet wurden.

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Die Gruppe Islamischer Dschihad feuert weiter Raketen aus dem Gazastreifen nach Israel ab und die israelische Luftwaffe greift Stellungen der militanten Palästinenserorganisation an. Dabei sind im Gazastreifen zwei weitere ranghohe Kommandeure der Bewegung Islamischer Dschihad getötet worden, bereichtet die israelische Seite. 

Israel bombardiert seit Dienstag mehr als 250 Stellungen militanter Palästinenser. Bei den heftigsten Auseinandersetzungen seit Monaten tötet die Armee auch gezielt Mitglieder der Gruppierung, die eng mit dem Iran verbunden ist und in den USA, Europa und Israel als Terrororganisation gilt.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden bei den israelischen Angriffen aber auch Zivilisten und Kinder getötet. Unter Experten sind gezielte Tötungen umstritten. Die Vereinten Nationen betrachten sie als Verletzung des Völkerrechts.

Nach Angaben der israelischen Armee handelt es sich bei einem der Getöteten um den Kommandeur des Islamischen Dschihad, Ayeed Alhuseni, der in der Wohnung, in der er sich versteckt hielt, getroffen  wurde. Der Anführer der Hisbollah, Sayyed Hassan Nasrallah, erklärte, dass die Hisbollah die Lage in Gaza genau beobachte und dass Angriffe auf die Köpfe Gruppe ihren Kampf nicht behindern würden.

Bei den von Ägypten vermittelten Verhandlungen über eine Waffenruhe sei noch immer kein Durchbruch erreicht worden.

Im Gazastreifen wurden seit Beginn der israelischen Militäroffensive bislang 33 Menschen getötet, darunter sechs Kinder. Mehr als 100 wurden verletzt. Bei mindestens 17 Toten handelte es sich palästinensischen Informationen zufolge um Zivilisten. Israels Armee sagte, vier zivile Opfer seien von fehlgeleiteten Dschihad-Raketen getötet worden. Unabhängig war dies zunächst nicht zu überprüfen.

Palästinenser: Zwei Tote bei Militäreinsatz im Westjordanland

Bei einem israelischen Militäreinsatz im Westjordanland nahe Nablus sind palästinensischen Angaben zufolge zwei Männer durch Kopfschüsse getötet worden. Ein 19-Jähriger sowie ein 32-Jähriger wurden durch Kopfschüsse getötet, wie das Gesundheitsministerium in Ramallah am Samstag mitteilte. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, darunter eine um die 50 Jahre alte Frau. Sie wurde nach Angaben von Rettungssanitätern von mehreren Kugeln getroffen.

Das israelische Militär erklärt, Palästinenser hätten bei einer Durchsuchung das Feuer auf die Soldaten eröffnet. Die Verdächtigten sollen Anschläge geplant haben. Bei der Durchsuchung seien Sprengsätze, Schusswaffen und weitere militärische Ausrüstung beschlagnahmt worden.

Nablus gilt als eine Hochburg militanter Palästinenser. Regelmäßig kommt es in der Region zu tödlichen Zusammenstößen mit dem israelischen Militär.

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