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Zukunft Mobilität: Sollten wir auf ein Elektroauto umsteigen?

Zukunft Elektromobilität?
Zukunft Elektromobilität? Copyright Bilal Hussein/AP Photo
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Von Euronews
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Zukunft Mobilität: Sollten wir auf ein Elektroauto umsteigen? Doch welches Fahrzeug ist am umweltfreundlichsten?

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Sollten wir proaktiv alle unsere Autos aufrüsten und auf die neuesten umweltfreundlichen Fahrzeuge umsteigen? Oder ist es besser, an dem festzuhalten, was wir haben, und es über die gesamte Nutzungsdauer zu nutzen?

Nick Molden, Gründer und Geschäftsführer von Emissions Analytics, erklärt, dass in seiner Firma Emissionstests durchgeführt werden, "wir können also die Umweltauswirkungen von Fahrzeugen berechnen, sei es durch Auspuffrohre, Reifen, Bremsen oder was auch immer. "

Der durchschnittliche Neuwagen, der heute in Großbritannien gekauft wird, sei beispielsweise "ein Nissan Qashqai oder ein Ford Kuga". Als grober Richtwert könne man sagen, dass diese Autos zwei bis drei Tonnen CO2 pro Jahr ausstoßen, "wenn ein durchschnittlicher Fahrer etwa 15.000 Kilometer pro Jahr fährt", so Molden.

"Elektrofahrzeuge sollten 14 Jahre halten"

"Bei der Herstellung eines Elektroautos sind es etwa acht bis zehn Tonnen Emissionen, die bei der Produktion der Batterie anfallen. Man rechnet grob gesagt mit vier Jahren Fahrzeit, bis man den Break-even erreicht, d.h. dass die beiden Fahrzeugtypen insgesamt etwa gleich viel emittieren, was etwa 60.000 bis 70.000 Kilometern Fahrleistung entspricht", erklärt Molden.

Der Grund, warum das so wichtig sei, liege in der Langlebigkeit der Batteriepacks. "Damit diese Elektrofahrzeuge wirklich große CO2-Reduzierungen bewirken, müssen sie etwa 14 Jahre halten, was der durchschnittlichen Lebenserwartung eines typischen Fahrzeugs entspricht", so Molden. "Wenn sie das in der Praxis erreichen, werden sie über den gesamten Lebenszyklus erhebliche CO2-Reduzierungen erzielen."

Problemfall: Reifen und deren Abrieb

Das Problem bei batterieelektrischen Fahrzeugen sei, dass sie sehr viel schwerer seien, erklärt Molden. "Dadurch erhöhen sie das Unfallrisiko, belasten die Infrastruktur und vor allem verschleißen sie die Reifen schneller, und Reifen sind sehr umweltschädlich. Synthetischer Gummi wird aus Erdöl gewonnen. Viele der Schadstoffe, die man in Auspuffrohren findet, sind also auch in Reifen zu finden."

Molden schlägt vor, "dass wir viel ganzheitlicher darüber nachdenken, wie sich diese Fahrzeuge auf die Umwelt auswirken, und uns nicht nur auf die Auspuffrohre konzentrieren und diese eliminieren".

Machen wir so weiter wie zuvor - was ist der beste Weg?

"Ich glaube, die Antwort wäre, sich für ein Hybridfahrzeug zu entscheiden, aber auch darüber nachzudenken, ein paar der Fahrten zu streichen, die eigentlich nicht notwendig sind", sagt Molden.

Ein Hybridfahrzeug verursache im Vergleich zu einem normalen Verbrennungsmotor etwa 30 Prozent weniger CO2, erklärt Molden. "Wenn wir also alle 500 Millionen Fahrzeuge, die in Europa unterwegs sind, auf Hybridfahrzeuge umstellen würden, würde das die CO2-Emissionen um etwa 30 Prozent senken.   Das allein würde schon eine erhebliche Delle verursachen."

Wie sieht Molden die Zukunft der Autos? Die Antwort sei sicherlich nicht, "dass jeder blindlings ein batteriebetriebenes Elektrofahrzeug kauft".

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