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Badesaison in Gefahr? Rumänien und Bulgarien in Sorge wegen giftigem Schlammwasser aus der Ukraine

Strände am Schwarzen Meer sind bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt
Strände am Schwarzen Meer sind bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt Copyright Rebecca Blackwell/Copyright 2018 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews Rumänien, Euronews Bulgarien
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Nach dem Staudamm-Bruch in der Ukraine gelangen riesige Mengen Schutt, Sedimente, Öl und pestizidverseuchtes Wasser ins Schwarzes Meer. Die Anrainerstaaten sind alarmiert.

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Das Wasser aus dem gebrochenen Kachowka-Staudamm hat nicht nur Dutzende Dörfer und Städte an den Ufern des Dnipro überschwemmt. Millionen Tonnen Wasser tragen riesige Mengen Schutt, Sedimente, Öl und pestizidverseuchten Schlamm in Richtung Schwarzes Meer. Eine gigantische Welle verschmutzten Wassers rollt auf Anrainerstaaten wie Rumänien und Bulgarien zu, wo sie zu Beginn des Sommers eintreffen wird.

Giftige Sedimente und verschmutztes Wasser fließen Richtung Schwarzes Meer

"Wenn dieses Wasser ankommt, mit Sedimenten und Nährstoffen beladen, wird es den nördlichen Bereich der Küste erreichen, die Mündung der Donau, Chilia, Sulina, Sfântu Gheorghe. Dann werden die Sedimente, wie wir auch im Fall der Donau sehen können, durch Strömungen südlich der Küste transportiert. 

Ebenso wird das kontaminierte Wasser aus der Ukraine kommen, sich mit dem aus der Donau vermischen und südlich der Küste abfließen. wird Diese Nährstoffe stimulieren die Phytoplankton-Algen, führen zu einer Nährstoffanreicherung, die Qualität der Badegewässer nimmt ab und möglicherweise auch der Salzgehalt. 

Wir werden undurchsichtiges Wasser haben, wir werden grünes oder braunes Wasser haben, je nachdem, welche Art sich vermehren wird", erklärt Florin Timofte, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rates des Nationalen Instituts für Meeresforschung und Entwicklung „Grigore Antipa“ in Rumänien.

In betroffenen Ländern wie Rumänien zeigt man sich besorgt und macht sich Gedanken über die langfristigen Folgen.

Ein Man am Strand sagt: "Es ist wirklich eine Umweltkatastrophe." Auf die Nachfrage der Journalistin, ob er sich dennoch ins Wasser trauen würde, sagt er: "Definitiv nicht, nein."

Bulgarien wiegt sich in Sicherheit

Im benachbarten Bulgarien hält es das Institut für Ozeanologie für unwahrscheinlich, dass die Welle des verschmutzten Wassers an den Ufern des Landes großen Schaden anrichten könnte. Die Menschen sind zuversichtlich:

"Wir wissen, dass ein Ölteppich auf uns zukommt. Wir gehen davon aus, dass er Bulgarien nicht erreichen wird. Sie sagten, er würde irgendwo in Rumänien bleiben, ansonsten ist unser Wasser sauber."

Doch die Kontamination mit giftigen und gefährlichen Abfällen ist nicht das einzige Risiko für Küstenländer. Das verschmutzte Wasser, das auf sie zusteuert, birgt das Risiko, dass auch Minen angeschwemmt werden - und die in den Gewässern fahrenden Schiffe gefährden könnten.

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