EventsVeranstaltungen
Loader

Find Us

FlipboardLinkedinInstagramTelegram
Apple storeGoogle Play store
WERBUNG

400 Tage vor Beginn der Spiele: Razzia beim Organisationskomitee von Olympia 2024 in Paris

Der Olympische Schwimmkomplex in Saint-Denis
Der Olympische Schwimmkomplex in Saint-Denis Copyright BERTRAND GUAY/AFP or licensors
Copyright BERTRAND GUAY/AFP or licensors
Von euronews
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Gut ein Jahr vor Beginn der Olympischen Sommerspiele 2024 haben französische Ermittler den Sitz des Organisationskomitees in Paris durchsucht - wegen des Verdachts der Korruption.

WERBUNG

Der Hauptsitz des Organisationskomitees der Olympischen Sommerspiele 2024 sowie die Räume der Gesellschaft Solideo sind an diesem Dienstag von Ermittlungsgruppen der für Finanzbelange zuständigen französischen Staatsanwaltschaft durchsucht worden.

Die Gesellschaft Solideo verantwortet den Bau und die Instandsetzung der Wettkampfanlagen für das Sportgroßereignis, das vom 26. Juli bis 11. August 2024 in der französischen Hauptstadt ausgetragen wird.

Man arbeitete in Gänze mit den Ermittlern zusammen, um deren Untersuchungen zu erleichtern, heißt es in einer Verlautbarung des Organisationskomitees. Der französische Runfunk France Télévisions berichtet, von der zuständigen Staatsanwaltschaft seien zwei Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Eines sei bereits seit 2017 anhängig und drehe sich um unlautere Vorteilsnahme, Veruntreuung öffentlichen Geldes sowie Begünstigung und Beihilfe zur Begünstigung. Im zweiten Verfahren wird demzufolge ebenfalls wegen des Verdachts der unlauteren Vorteilsnahme sowie der Begünstigung und Beihilfe zur Begünstigung ermittelt.

Bereits im Frühling 2021 berichtete die für die Bekämpfung der Korruption zuständige staatliche Stelle AFA unter anderem von möglichen „Interessenkonflikten".

Die jüngsten Durchsuchungen sind nicht der einzige juristische Stein im Schuh der Olympia-Organisatoren. Zehn Arbeiter, die ohne Papiere auf den Baustellen der Olympischen Spiele 2024 gearbeitet hatten, haben mehrere große Unternehmen (Vinci, Eiffage, Spie Batignolles und GCC) vor dem Arbeitsgericht in Bobigny verklagt, um die "Anerkennung" ihrer Arbeit und die Zahlung ausstehender Löhne zu erreichen.

Vor einem Jahr hatte die Staatsanwaltschaft von Bobigny eine Voruntersuchung wegen "verdeckter Arbeit" und "Beschäftigung von Ausländern ohne Aufenthaltsgenehmigung in organisierter Form" eingeleitet, nachdem bei Kontrollen mehrere irreguläre Arbeiter auf einer Olympiabaustelle identifiziert worden waren.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Staub und Stau wegen Klima und Olympia: Ganz Paris ist eine Baustelle

Paris plant Wettkämpfe auf der Seine - wenn sie bis Olympia 2024 sauber genug dafür ist

Olympia 2024 in Paris: Werden die Spiele teurer als versprochen?