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EU: Aufstand der Wagner-Söldner ist interne russische Angelegenheit

Der Chef der Wagner-Söldnertruppen, Jewgeni Prigoschin.
Der Chef der Wagner-Söldnertruppen, Jewgeni Prigoschin. Copyright Prigozhin Press Service via AP
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Von euronews mit dpa
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Zurückhaltung heißt das Motto der internationalen Politik angesichts der Entwicklungen in Russland. Der Aufstand der Wagner-Söldnertruppen wird aber aufmerksam verfolgt.

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Die Lage in der russischen Hauptstadt Moskau ist angespannt. Die Sicherheitmaßnahmen wurden verstärkt, vor der Zentrale der Wagner-Söldnertruppen fuhr Polizei auf. Wagner-Chef Prigoschin hatte angekündigt mit seinen Kämpfern notfalls bis nach Moskau vorzurücken, um dort die Militärführung des Kremls zu stürzen. Er befindet sich seit Monaten im Streit mit dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu und dem Generalstabschef Valery Gerasimow

Seine Kämpfer haben offenbar einen Teil der Stadt Rostow am Don unter ihre Kontrolle gebracht. Aktuelle Bilder aus der Stadt zeigen allerdings keine Kämpfe, nur, wie offenbar militärisches Gerät verlegt wird.

EU-Ratspräsident Michel schrieb auf Twitter: Wir beobachten die Siutaion in Russland. Wir sind mit den Europäischen Regierungen und den G7-Partnern in Kontakt. Es handelt sich um eine interne russische Angelegenheit.

Auch der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz lässt sich nach Angaben eines Regierungssprechers über die Entwicklung in Russland infolge des Aufstands der Söldnertruppe Wagner "laufend informieren". "Die Lage bleibt ja recht dynamisch. Insofern beobachten wir das sehr genau und koordinieren uns auch mit unseren engsten Verbündeten", sagte der Sprecher am Samstag in Berlin. Ein Statement des Kanzlers sei derzeit nicht geplant.

Unterstützung aus Tschetschenien

Angesichts der Entwicklungen hat der Chef der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, die Entsendung seiner eigenen Truppe angekündigt - zur Unterstützung des Kremls. "Kämpfer des Verteidigungsministeriums und der Nationalgarde der Republik Tschetschenien sind bereits in die spannungsgeladenen Gebiete aufgebrochen. Wir werden alles tun, um die Einheit Russlands zu bewahren und ihre Staatlichkeit zu schützen", teilte Kadyrow am Samstag auf Telegram mit.

Der belarussische Präsident Lukaschenko, ein enger Verbündeter Moskaus, teilte lediglich mit, man habe mit Präsident Putin über die Lage gesprochen.

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