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Selenskyj ruft zur Rettung von inhaftiertem Saakaschwili auf

Der ehemalige georgische Präsidenten Michail Saakaschwili auf einem Video aus dem Krankenhaus, Juli 2023.
Der ehemalige georgische Präsidenten Michail Saakaschwili auf einem Video aus dem Krankenhaus, Juli 2023. Copyright AP/AP
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Von Euronews
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Zu einem Gerichtstermin war Saakaschwili per Video aus dem Krankenhaus zugeschaltet - stark abgemagert und schwach. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Georgien erneut zur Rettung des in Haft erkrankten ehemaligen georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili aufgefordert.

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Zu einem Gerichtstermin war Saakaschwili per Video aus dem Krankenhaus zugeschaltet - stark abgemagert und schwach. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Georgien erneut zur Rettung des in Haft erkrankten ehemaligen georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili aufgefordert.

Auch die EU und die USA haben sich besorgt über den Gesundheitszustand von Michail Saakaschwili geäußert.

Der 55-Jährige besitzt die ukrainische Staatsbürgerschaft und ist ein Verbündeter von Wolodymyr Selenskij. Der ukrainische Außenminister habe den georgischen Botschafter einzubestellen. Dieser habe 48 Stunden Zeit das Land zu verlassen, um Konsultationen mit seiner Hauptstadt zu führen.

"Ich fordere die georgischen Behörden erneut auf, den ukrainischen Staatsbürger Michail Saakaschwili in die Ukraine zu überführen, damit er die notwendige Behandlung und Pflege bekommt", so Wolodymyr Selenskyj.

Saakaschwili wurde 2021 bei seiner Rückkehr aus der Ukraine verhaftet, wo er seit dem Ende seiner zweiten Amtszeit als Präsident gelebt hatte. Er behauptet, die Anschuldigungen gegen ihn seien politisch motiviert, weil die Behörden Moskau besänftigen wollten. 

Saakaschwili war von 2004 bis 2013 Präsident der an Russland grenzenden ehemaligen Sowjetrepublik Georgien. Er setzte prowestliche Reformen durch. Nach seiner Abwahl wurde er in Abwesenheit wegen Korruption und Anstiftung zur Körperverletzung zu Haft verurteilt.

Selenskyj hatte immer wieder behauptet, dass Saakaschwili in georgischer Haft "langsam getötet" werde. Er sprach auch schon von einer "Schande" und "de facto öffentlichen Hinrichtung einer Person im Europa des 21. Jahrhunderts". 

Saakaschwili wirft dem auch in die EU strebenden Land vor, sich in Kriegszeiten nicht klar genug an die Seite der Ukraine zu stellen. Georgien, das unter Saakaschwili massiv von den USA unterstützt worden war, verlor 2008 einen kurzen Krieg gegen Russland und dabei auch die Kontrolle über seine abtrünnigen Gebiete Abchasien und Südossetien. Das Land trägt zum Ärger Selenskyjs etwa die Sanktionen des Westens gegen Moskau nicht mit.

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