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Abtrünniges Südossetien: Wurden russische Soldaten in die Ukraine abgezogen?

Screenshot - Blick auf russische Militärstützpunkte in Südossetien
Screenshot - Blick auf russische Militärstützpunkte in Südossetien Copyright Euronews Georgien
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Von Euronews Georgien
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In der selbsternannten Republik Südossetien hat die russische Militärpräsenz abgenommen, wie man in Georgien beobachtet hat.

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Einst patrouillierten regelmäßig russische Truppen dieses Gebiet, das die Grenze zwischen Georgien und der abtrünnigen Republik Südossetien darstellt. Doch nun berichten Anwohner:innen, dass kaum noch russische Soldaten präsent sind. Auch im Dorf Disevi, kurz hinter der Grenze, befindet sich ein russischer Stützpunkt - doch auch er sei inzwischen weitgehend verwaist.

"Der Stützpunkt befindet sich dort, wo unsere alte Schule stand, an der wir unseren Abschluss gemacht haben. Jetzt sieht man die Russen sehr selten. Manchmal kommen drei bis vier von ihnen vorbei", erklärte Wepcho Okropiridze, ein Anwohner von Disevi.

Fachkundige in Sachen Militär bringen den Rückgang der militärischen Präsenz in der unter russischem Schutz stehenden Region Südossetien mit dem Krieg in der Ukraine in Verbindung.

In Georgien wird vermutet, dass der Kreml seine vor Ort stationierten Soldaten und die örtlichen ossetischen Verbände an die Front in der Ukraine geschickt hat.

Lascha Beridze, Oberst der Reserve der georgischen Armee, sagt:

"Was wir während des Ukraine-Kriegs beobachten, ist, dass die russischen Streitkräfte einen großen Mangel an ausgebildetem militärischem Personal haben, denn sie haben ausgebildetes Personal von allen Standorten abgezogen und in den Krieg eingezogen. Das Gleiche geschah in der Region Zchinwali. Wenn wir derzeit die Stützpunkte beobachten, können wir deutlich sehen, dass dort nur noch sehr wenig Personal stationiert ist, und die Besatzungstruppen, die abgezogen wurden, sind höchstwahrscheinlich in der Ukraine."

In anderen Teilen der selbsternannten Republik Südossetien ist die Situation ähnlich. Die Militärstützpunkte jenseits der Grenze sind von Georgien aus sichtbar. Auch die Aktivitäten auf dem russischen Stützpunkt in der Stadt Zchinwali, der Hauptstadt der abtrünnigen Region, scheinen reduziert worden zu sein. Moskau unterhält seit dem Krieg von 2008 Streitkräfte in der Region.

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