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Kein "Bully": Gericht spricht Kevin Spacey vom Vorwurf sexueller Übergriffe frei

Kevin Spacey erscheint am 26. Juli vor Gericht, es ist auch sein 64. Geburtstag.
Kevin Spacey erscheint am 26. Juli vor Gericht, es ist auch sein 64. Geburtstag. Copyright AP Photo/Alberto Pezzali
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Von Euronews mit AFP/DPA
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die Anklage hatte den zweifachen Oscarpreisträger ("American Beauty", "Usual Suspects") als sexuellen Belästiger ("Bully") bezeichnet, der seine Macht ausgenutzt habe, um junge Männer anzugreifen.

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Ein Londoner Gericht hat den US-Schauspieler Kevin Spacey vom Vorwurf des sexuellen Übergriffs auf mehrere Männer in allen Anklagepunkten freigesprochen.

In dem etwa vierwöchigen Prozess am Southwark Crown Court hatten vier Männer dem Hollywoodstar vorgeworfen, dass er ihnen in mehreren Fällen in den Schritt gegriffen haben soll. In einem Fall ging es um oralen Geschlechtsverkehr.

Spacey, der am Mittwoch 64 Jahre alt wurde, zeigte sich nach der Urteilsverkündung sichtlich gerührt. Mit einem Taschentuch wischte er sich übers Gesicht.

Einvernehmlicher Sex

Die Anklage hatte den zweifachen Oscarpreisträger ("American Beauty", "Usual Suspects") als sexuellen Belästiger ("Bully") bezeichnet, der seine Macht ausgenutzt habe, um junge Männer anzugreifen. Spacey stritt die Vorwürfe ab, beziehungsweise gab an, es habe sich um einvernehmlichen Sex gehandelt. Die zwölf Geschworenen befanden ihn am Mittwoch nach dreitägigen Beratungen in allen Anklagepunkten für nicht schuldig.

Spacey hatte sich in allen gegen ihn erhobenen Anklagepunkten als nicht schuldig bekannt, sprach von einvernehmlichen Beziehungen und behauptete, dass einige Fakten sogar von den Klägern rein erfunden seien.

Die Vorwürfe hatten sich auf den Zeitraum zwischen 2001 und 2013 in London und der Grafschaft Gloucestershire bezogen, insbesondere als Spacey künstlerischer Direktor am Londoner Theater Old Vic war (2004 bis 2015 ) und zeitweilig in der britischen Hauptstadt lebte.

Der schwerwiegendste Vorwurf kam von einem Mann, der ihm vorwarf, ihn unter Drogen gesetzt“ und im Schlaf sexuelle Aktivitäten mit ihm ausgeübt zu haben.

Anschuldingungen zu Beginn von #MeToo

Die Anschuldigungen waren 2017 zu Beginn der #MeToo-Bewegung aufgetaucht, als Kevin Spacey sich auf dem Höhepunkt seines Ruhms befand und Hauptdarsteller der erfolgreichen Serie "House of Cards" war. In der Folge wurde er aus der Serie geworfen, auch andere Filmprojekte, an denen er teilnehmen sollte, vielen flach.

Während der Ermittlungen hatten die vier Männer angegeben, sich nicht getraut zu haben, früher zu sprechen, aus Angst, dass ihnen nicht geglaubt werde.

Vor Gericht präsentierte sich der Schauspieler als jemand, der gerne flirtet, bestritt jedoch jegliches "gewalttätiges", "aggressives" oder "verletztendes" Verhalten und bezeicntete die Argumentation der Staatsanwaltschaft als "schwach".

Ruf ruiniert

Spacey, der am Tag der Urteilsverkündung 64 Jahe alt wurde, gab an, die Vorwürfe hätten ihn gebrochen und seinen Ruf runiiert. Unterstützung erhielt er während des Verfahrens von Sänger Elton John, der aus Monaco zugunsten des Schauspielers aussagte.

Kevin Spacey, ebenfalls wegen sexueller Übergriffe in den USA angeklagt, wurde letztes Jahr von einem New Yorker Zivilgericht für nicht schuldig befunden. Bereits 2019 wurde die Anklage in einem weiteren Fall fallen gelassen.

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