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Suche nach Massengrab erschossener Wehrmachtssoldaten

Mit schwerem Gerät wird nach den Überresten der Erschossenen gegraben.
Mit schwerem Gerät wird nach den Überresten der Erschossenen gegraben. Copyright AFP
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Von Euronews mit AFP, dpa
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Nach einem Hinweis auf ein Massengrab mit Dutzenden Wehrmachtssoldaten in Südfrankreich haben Grabungen begonnen.

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In Südfrankreich sollen fast 80 Jahre nach der Erschießung von 46 Wehrmachtssoldaten durch französische Widerstandskämpfer die Leichen exhumiert werden. Das Massengrab wird in der Nähe des Ortes Meymac im Département Corrèze vermutet. Hier graben französische Fachleute mit Unterstützung der deutschen Kriegsgräberfürsorge an einer Stelle, an der bei Bodenuntersuchungen Auffälligkeiten festgestellt wurden.

Thomas Schock leitet den sogenannten "Umbettungsdienst" des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Er erklärt: "Die Zeitzeugen haben uns diesen Ort gezeigt. Das Georadar hat diese Fläche befahren und sagt: 'Hier sind Anomalien in der Erde.' Und es kann sein, dass dies bedeutet: Hier ist ein Grab. Und wir überprüfen das jetzt."

Leichen teilweise bereits in 60er Jahren exhumiert

Die Wehrmachtssoldaten wurden im Juni 1944 erschossen. Vorausgegangen war ein Massaker der Waffen-SS an der Bevölkerung in Tulle sowie der Auslöschung des Dorfes Oradour-sur-Glane, einem Kriegsverbrechen, das zum Symbol der Nazi-Barbarei in Frankreich wurde.

Der Präfekt des Département Corrèze, Etienne Desplanques, beschreibt, was unter der Erde bei Meymac vermutet wird: "Wir suchen nach 36 Leichen, nach Zeugenaussagen insbesondere von Edmond Réveil sind es 47 Leichen. Aber elf wurden bereits Ende der 60er Jahre exhumiert. Also 36 Leichen, davon 35 deutsche Soldaten und eine Französin, die der Kollaboration beschuldigt wurde."

Bei Funden Bestattung in Frankreich

Die Nachforschungen ausgelöst hatte der letzte überlebende Zeuge Edmond Réveil. Er brach kürzlich im Alter von 98 Jahren sein Schweigen. Werden Leichen gefunden und identifiziert, sollen sie auf einer deutschen Kriegsgräberstätte in Frankreich bestattet werden


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