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"Sollen sie's doch versuchen!": Lukaschenko schließt erneuten Sturzversuch gegen Putin aus

Alexander Lukaschenko im Interview mit der Journalistin Diana Pantschenko
Alexander Lukaschenko im Interview mit der Journalistin Diana Pantschenko Copyright Handout / Belarusian presidential press service / AFP
Copyright Handout / Belarusian presidential press service / AFP
Von Euronews mit EFE
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Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko sagte im Interview, dass, nach der Prigoschin-Revolte im Juni, ein bewaffneter Aufstand gegen Putin nicht in Sicht sei.

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Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat bestritten, dass Kremlchef Wladimir Putin gestürzt werden könnte. Lukaschenko schloss ebenfalls einen neuen militärischen Aufstand in Russland aus, wie ihn der Chef der Wagner-Gruppe, Jewgeni Prigoschin, im vergangenen Juni inszenierte.

"Sollen sie es doch versuchen. Wenn sie nicht schon genug Probleme haben, werden sie noch mehr haben. Ab heute wird niemand mehr Putin stürzen", sagte er in einem Interview mit der im Exil lebenden ukrainischen Journalistin Diana Pantchenko, der ehemaligen Moderatorin des prorussischen Senders NewsOne, der von Kiew geschlossen wurde und auf YouTube veröffentlicht wurde.

Lukaschenko, der Prigoschin zum Abzug seiner Söldner aus Russland überredet und ihnen erlaubt hatte, sich auf belarussischem Territorium aufzuhalten, betonte, dass "in Zukunft kein neuer bewaffneter Aufstand in Sicht" sei.

"Putin ist weiser und klüger geworden"

Lukaschenko fügte hinzu, Putin sei weiser und klüger geworden, sagte Lukaschenko im Interview. "Wenn jemand denkt, Prigoschins Rebellion habe Putin geschwächt, ist das schlichtweg Dummheit."

AP/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Jewgeni Prigoschin, Chef der Söldner-Truppe WagnerAP/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.

Der belarussische Machthaber ging auch davon aus, dass der russische Staatschef sich bei den Präsidentschaftswahlen 2024 erneut zur Wahl stellen wird, da eine Verfassungsänderung im Jahr 2020 es ihm ermöglicht, für zwei weitere Amtszeiten von jeweils sechs Jahren bis 2036 im Kreml zu bleiben. "Ich denke, der nächste russische Präsident wird Putin sein. Die Wahlen werden in einem halben Jahr stattfinden. Jetzt hat Putin keine Rivalen in Russland", sagte er.

Lukaschenko behauptete, Putin habe ihn nie gebeten, sich am Krieg in der Ukraine zu beteiligen, sondern, ihm den Rücken freizuhalten. Lukaschenko beteuerte, dass er im Vorfeld nichts von Putins Invasion in der Ukraine gewusst habe: "Ich schwöre Ihnen, es gab keine Gespräche darüber, dass Russland irgendwelche Maßnahmen gegen die Ukraine ergreifen würde." 

Gavriil Grigorov/Copyright 2023 Sputnik
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin im russischen Sotschi, Juni 2023Gavriil Grigorov/Copyright 2023 Sputnik

Das Einzige ist, dass wir Putin ein paar Tage oder einen Tag später in seinem Landsitz trafen und die Situation besprachen, die sich entwickelt hatte. Er sagte zu mir - und es ist das erste Mal, dass ich das mitteile: 'Schau, Sascha, die Situation ist so, dass, wenn etwas passiert (...) - und es könnte alles passieren - kannst du mir dann bitte den Rücken freihalten?", so Lukaschenko weiter.

Lukaschenko gab in dem Interview erstmals zu, dass russische Einheiten im Februar von Weißrussland aus in ukrainisches Gebiet, insbesondere in die Region Tschernobyl, eingedrungen sind.

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