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Lampedusa: „Die Menschen hier verdienen wirklich einen Nobelpreis"

Migranten auf Lampedusa
Migranten auf Lampedusa Copyright Euronews
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Wie die italienische Insel Lampedusa mit der Vielzahl ankommender Migranten umgeht

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Die italienische Insel Lampedusa ist oft die erste Anlaufstelle für Menschen, die von Nordafrika aus kommend versuchen, über das Mittelmeer in die Europäische Union zu gelangen. Nach der Erstversorgung auf Lampedusa werden sie in andere Städte Italiens gebracht.

„Die Menschen in Tunesien wollten uns nicht. Sie mochten uns nicht, wir fühlten uns nicht willkommen. Deshalb sind wir gegangen. Ich wurde nicht in die Wüste geschickt. Meine Freunde schon. Wir wissen, dass dort Menschen gestorben sind", sagt eine Frau von der Elfenbeinküste, die auf Lampedusa eingetroffen ist.

Und eine andere Frau sagt: „Ich habe Burkina Faso verlassen, weil dort Krieg herrscht. Ich bin nach Tunesien gegangen, um nach Italien reisen zu können. Ich habe es dort nicht ausgehalten. Es war sehr schwierig, weil sie keine Schwarzen mögen."

euronews-Mitarbeiterin Giorgia Orlandi berichtet von Lampedusa: „Die Menschen auf der Insel sind angesichts ankommenden Migranten hin- und hergerissen. Sie sagten uns, dass sich die Weise, wie diese Anlandungen jetzt von den örtlichen Behörden behandelt werden, im Vergleich zu den Anfängen verbessert hat, und dass sich die Menschen einerseits daran gewöhnt haben, Migranten hier ankommen zu sehen. Andererseits sagten sie uns, sie seien besorgt über den Ruf der Insel und über die Meinung auswärtiger Besucher."

Und ein Einwohner der Insel meint: „Es herrscht so viel Solidarität. Ich muss sagen, die Menschen hier auf Lampedusa verdienen wirklich einen Nobelpreis. Aber wenn es dann in den Sommer geht, gibt es oft Absagen, vielleicht wegen der schlechten Presse, das könnt sich also durchaus auf Menschen, die Geschäftstätigkeiten haben, auswirken."

Seit Jahresbeginn sind mehr als 100 000 Migranten in Italien eingetroffen. Die rechtskonservative Regierung, die seit Oktober in Italien im Amt ist, war unter anderem mit dem Ziel angetreten, die Zahl der unrechtmäßig einreisenden Menschen deutlich zu verringern.

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