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Hisbollah-Chef warnt Israel: "Alle Optionen offen"

Jubelnde Anhänger von Hassan Nasrallah vor einer Leinwand
Jubelnde Anhänger von Hassan Nasrallah vor einer Leinwand Copyright Hussein Malla/Copyright 2023 The AP. All right reserved
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Von Euronews mit AFP, AP, dpa
Zuerst veröffentlicht am
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In seiner ersten öffentlichen Rede seit Beginn des Gaza-Kriegs hat Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah Israel gewarnt und den Terror der Hamas gelobt.

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Der Chef der libanesischen Hisbollah-Miliz, Hassan Nasrallah, droht mit einer weiteren Eskalation im Krieg zwischen Israel und der Hamas. "Alle Optionen an der libanesischen Front bleiben offen", sagte Nasrallah in seiner ersten öffentlichen Stellungnahme seit dem Überfall der Hamas auf Israel. Eine Eskalation sei eine "realistische Möglichkeit".

"Ein entscheidender und historischer Kampf"

Der Hisbollah-Generalsekretär wandte sich in einer anderthalbstündigen Videobotschaft an seine Anhänger. "Was heute in Gaza passiert, ist anders als jeder Krieg zuvor, anders als alles, was bisher geschah", so Nasrallah. "Es ist nicht nur ein weiterer Kampf, es ist ein entscheidender und historischer. Was danach kommt, wird sich deutlich von dem unterscheiden, was bisher war."

Nasrallah betonte, der Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober sei "zu 100 Prozent palästinensisch" gewesen. Konkret mit einem großflächigen Angriff der Hisbollah auf Israel drohte Nasrallah nicht. "Was unsere libanesische Front betrifft: Werden wir uns dem Kampf anschließen? Wir traten bereits am 8. Oktober in die Schlacht ein."

Netanjahu rät Nasrallah von Eskalation ab

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu warnte Nasrallah vor einer militärischen Eskalation. "Ein solcher Fehler wird sehr kostspielig sein. Sie zahlen einen unvorstellbaren Preis", sagte Netanjahu. "Ich sage unseren Feinden noch einmal: Täuschen Sie sich nicht über uns."

An der Grenze zwischen Israel und dem Libanon kam es erneut zu gegenseitigem Beschuss. Seit Beginn des Gaza-Kriegs gab es auf beiden Seiten Todesopfer. Die Hisbollah meldete mindestens 55 Tote in den eigenen Reihen. Auf israelischer Seite wurden an der Grenze nach Militärangaben seit Kriegsbeginn sieben Menschen getötet.

Die radikal-islamische Hisbollah-Miliz wird vom Iran unterstützt und operiert vom Libanon aus gegen Israel. Ihr Anführer Nasrallah tritt nur selten öffentlich auf.

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