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Israelische Panzer in Gaza-Stadt - Krankenhäuser können nicht mehr arbeiten

Verzweifelte Menschen in Gaza-Stadt
Verzweifelte Menschen in Gaza-Stadt Copyright Fatima Shbair/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews mit dpa
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Trümmer und Elend in Gaza-Stadt, Tausende fliehen in den Süden des Gazastreifens.

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Israelische Panzer sind nach Augenzeugenberichten auf zentralen Straßen der Stadt Gaza im Einsatz.

Der Palästinensische Rote Halbmond berichtete, Panzer seien in etwa 20 Meter Entfernung vom Al-Kuds-Krankenhaus in der Stadt Gaza. Es gebe heftigen Beschuss in dem Gebiet.

Von 18 Krankenwagen des Roten Halbmonds im nördlichen Gazastreifen seien nur noch sieben einsatzfähig, hieß es weiter. Auch sie könnten wegen Treibstoffmangels binnen Stunden ausfallen, warnte die Organisation. Auch die meisten Krankenhäuser können nicht mehr arbeiten. 

Nach einem Treffen mit dem israelischen Außenminister Eli Cohen wies Deutschlands Außenministerin Baerbock angesichts der sich zuspitzenden Lage der Krankenhäuser im Gazastreifen auf das humanitäre Völkerrecht hin. «Das humanitäre Völkerrecht kennt zivile Opfer. Es beinhaltet jedoch zugleich klare Leitplanken», sagte sie. «Dazu gehört sowohl das Gebot, die Zivilbevölkerung zu schützen, als auch die Unterscheidung zwischen zivilen und militärischen Zielen.» Die Antwort auf die Frage, wie Israel im Gazastreifen vorgehe, «berührt auch die langfristige Sicherheit Israels», sagte Baerbock.

Krankenhäuser seien besonders sensible Orte im Rahmen des humanitären Völkerrechts, sagte Baerbock. «Daran hat sich Israel wie jeder Staat der Welt zu halten. Genauso, wie Israel wie jeder andere Staat der Welt das Recht hat, sich zu verteidigen.» Krankenhäuser seien in bewaffneten Konflikten von der Genfer Konvention besonders geschützt. Wenn sie aber für Militäraktionen oder als Kommandozentralen genutzt würden, könnten sie ihren besonderen Schutzstatus auch verlieren.

Anfang der Woche hatte die israelische Armee erklärt, Bodentruppen seien «tief» in die Stadt Gaza vorgedrungen. Israel bekräftigte seither mehrmals Aufrufe an Zivilisten in der Stadt Gaza, in den Süden des Gazastreifens zu fliehen. Israel wirft der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas vor, sie missbrauche Zivilisten gezielt als menschliche Schutzschilde.

Die israelische Armee teilte am Samstag mit, fünf Reservisten seien bei Kämpfen im Norden des Gazastreifens getötet worden. Seit dem Massaker der Hamas im israelischen Grenzgebiet am 7. Oktober seien damit 361 israelische Soldaten getötet worden.

Seit Beginn israelischer Gegenangriffe wurden nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums im Gazastreifen mehr als 11 000 Menschen getötet - zumeist palästinensische Zivilisten. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte gesagt, Israel habe im Gazastreifen bereits «Tausende von Terroristen getötet».

Auslöser des Krieges war das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels, das Terroristen der islamistischen Hamas sowie anderer extremistischer Palästinenserorganisationen am 7. Oktober in Israel nahe der Grenze zum Gazastreifen verübt hatten.

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