Bauern-Proteste in Prag: Landwirte sind gegen die Agrarpolitik aus Brüssel

Bauernproteste in Prag
Bauernproteste in Prag Copyright Deml Ondrej/AP
Von Euronews
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Die EU-Agrarverordnungen kommen bei vielen Landwirtinnen und Landwirten in Tschechien nicht gut an. Mit ihren Traktoren bildeten sie eine Sternfahrt zur Hauptstadt Prag. Doch die Regierung bleibt hartnäckig.

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In Tschechien haben Landwirte gegen die Agrarpolitik der EU protestiert. Mit rund 500 Traktoren blockierten Bauern aus den Gebieten Böhmen und Mähren in der Hauptstadt Prag am Montag wichtige Straßen.

Doch die Regierung ging auf Distanz. So sagte Landwirtschaftsminister Marek Vyborny, dass es unmöglich sei, "dass unsere Landwirte in Zukunft schlechter dastehen als deutsche, polnische, lettische oder andere Landwirte in der EU." Die Regeln müssten für alle gleichermaßen gelten.

"Green Deal zerstört die tschechische Landwirtschaft"

Doch die Landwirte sind anderer Meinung und verweisen auf ihre eigenen Erfahrungen. "Wir sind hierher gekommen, weil uns die Bedingungen der EU nicht gefallen", sagt Václav, und betont, dass es weniger Bürokratie und Papierkram und etwas höhere Einkaufspreise geben müsste. Landwirt Petr erklärt, er sei nicht einverstanden, er kämpfe gegen den Green Deal, "weil dieser die tschechische Landwirtschaft zerstört".

Es gab jedoch auch positive Stimmen. Vera, die eine EU-Fahne in der Hand hält, sagt, dass sich die EU um alles kümmern werde, "so wie bei der Energiekrise wird sie sich auch um diese Krise kümmern".

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