Nicolas Maduro hat US-Mdienberichten zufolge ein Ultimatum abgelehnt, Ende Dezember zurückzutreten und in ein "luxuriöses Exil in der Türkei" zu gehen.
Nach den Luftangriffen auf Venezuelas Hauptstadt Caracas vom 3. Januar 2026 gab US-Präsident Donald Trump bekannt, dass der venezolanische Präsident Nicolas Maduro und seine Frau Cilia Flores gefangen genommen und außer Landes gebracht wurden.
Den beiden wurde u.a. "Verschwörung zum Drogenterrorismus" zur Last gelegt, doch gleichzeitig sagte US-Außenminister Marco Rubio, dass Maduro viele "Angebote gemacht" worden seien.
Rubio erklärte: "Maduro hatte wirklich viele Möglichkeiten, diese Situation zu vermeiden. Ihm wurden wiederholt neue und ernsthafte Angebote gemacht. Aber dann hat er sich entschieden, verrückt zu spielen."
Unter den "Möglichkeiten", die die US-Regierung offenbar dem venezolanischen Staatschef vorgeschlagen haben, soll laut US-Medien das Exil in der Türkei gewesen sein.
Die New York Times berichtet, Maduro habe ein Ultimatum abgelehnt, Ende Dezember zurückzutreten und in ein "luxuriöses Exil in der Türkei" zu gehen. US-Präsident Donald Trump selbst soll diese Deadline gestellt haben.
Die Washington Post hatte daran erinnert, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan einer der wenigen Staatsoberhäupter war, die Nicolas Maduro nach den Wahlen 2024 und den Betrufsvorwürfen angerufen haben. "Es wäre nicht überraschend, wenn Maduro, von dem Trump gesagt hat, er wolle ihn 'auf die leichte oder die harte Tour' stürzen, die Türkei als sicheren Hafen sieht, wenn er gezwungen ist, Caracas zu verlassen."
"Die Türkei ist der perfekte Ort für ihn"
Die Wahlen von 2024, die zur Rückkehr Maduros an die Macht führten, lösten eine weltweite Kontroverse aus, da mehr als 50 Länder die Wahl für gefälscht erklärten und nicht anerkannten.
Damals gehörte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan zu den Staatsoberhäuptern, die Nicolas Maduro per Telefon gratulierten.
Maduro nahm auch in der Türkei an der Vereidigungszeremonie teil, die organisiert wurde, als Erdoğan nach den Wahlen 2023 erneut Präsident wurde. Damals bezeichnete Maduro Erdoğan als "meinen Bruder".
In den letzten Jahren haben die Türkei und Venezuela eine Reihe von Ministerbesuchen organisiert, um strategische Abkommen zu unterzeichnen und ihre Handelsbeziehungen zu verbessern.
"Die Türkei ist der perfekte Ort für ihn", sagte eine Quelle, die mit den Entscheidungen der US-Regierung zu Venezuela vertraut ist, im November der Washington Post.
Laut derselben Quelle, die anonym bleiben wollte, hätte ein mögliches Exilabkommen mit der Türkei "Zusicherungen" beinhalten können, dass Maduro nicht an die USA ausgeliefert wird.
Gold in die Türkei schicken
Im November 2025 galt es als unwahrscheinlich, dass Maduro Russland, den Iran oder Kuba für eine mögliche Flucht bevorzugen würde. Gegenüber der Washington Post erklärten andere, der US-Regierung nahestehende Quellen, dass die Türkei eine sicherere Option für Maduro sei.
Eine Quelle behauptete, dass Maduro seit langem Gold in die Türkei schicke und dass seine Familie und sein enger Kreis hier neben finanzieller Sicherheit dort ein Netz von Beziehungen aufgebaut haben.
Die Türkei verfügt über Bergbaukonzessionen für einen erheblichen Teil der großen Goldreserven Venezuelas. In der Vergangenheit haben US-Beamte vermutet, dass Gold, das von Venezuela zur Raffination in die Türkei geschickt wurde, auf iranische und persönliche Konten von Maduro und anderen Vertretern des venezolanischen Regimes überwiesen wurde.
Das Weiße Haus lehnte eine Stellungnahme ab
Die stellvertretende Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, antwortete auf die Frage, ob Maduros Exil in der Türkei diskutiert wurde, mit "no comment".
Die venezolanische Regierung hat 2025 wiederholt Berichte dementiert, wonach Maduro ein Exil in Betracht ziehen könnte.