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EZB dreht griechischen Banken faktisch den Geldhahn zu

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Von Alexandra Leistner mit afp
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EZB hat entschieden, die griechische Banken weiter mit Notkrediten zu versorgen - doch das wird nicht ausreichen. Athen ist jetzt unter Druck.

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Die Europäische Zentralbank erhält ihre Nothilfen für die griechische Banken aufrecht. Das hat die Institution nach einer Dringlichkeitssitzung mitgeteilt. Ausgeweitet werden die Hilfen jedoch nicht.

Mit Hilfe sogenannter ELA-Notkredite ermöglicht die EZB seit Wochen die Zahlungsfähigkeit der Banken. Wegen der unsicheren Zukunft des Landes haben die Anleger jedoch allein in den vergangenen Tagen geschätzt bis zu 1,5 Milliarden Euro von ihren Konten abgehoben.

Dass die EZB ihre Kredite nicht erweitert, bedeutet faktisch, dass den griechischen Banken das Geld ausgeht. Die Athener Regierung steht unter Druck. Eine Dringlichkeitssitzung des Stabilitätsrats wurde einberufen. Ob die Banken am Montag öffnen können, ist unklar.

“ELA für griechische Banken werden auf aktuellem Niveau aufrecht erhalten”, hieß es in dem Tweet der EZB.

ELA to Greek banks maintained at its current level http://t.co/DYLsGCUI2g

— ECB (@ecb) June 28, 2015

Die Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern liegen seit Samstag auf Eis. In der Nacht zuvor hatte Ministerpräsident Alexis Tsipras überraschend ein Referendum über die Sparforderungen der internationalen Geldgeber angekündigt. Die Regierung empfiehlt dem Volk, gegen die unpopulären Maßnahmen zu stimmen.

Nach Beratungen in Brüssel erklärten die Euro-Finanzminister, dass es keine Grundlage für Verhandlungen mit der Athener Regierung mehr gebe. Die Entscheidung der EZB wird als Indiz dafür gewertet, dass die Verhandlungen zwischen der EU und Athen doch noch weitergehen könnten.

In einer Meldung der BBC hieß es, dass der griechische Finanzminister Kapitalverkehrskontrollen in Betracht zieht. Varoufakis dementierte über Twitter:

Capital controls within a monetary union are a contradiction in terms. The Greek government opposes the very concept.

— Yanis Varoufakis (@yanisvaroufakis) June 28, 2015

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