Brexit: Kommt das "No-Deal-Szenario"?

Brexit: Kommt das "No-Deal-Szenario"?
Von Philipp Lippert
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Mark Carney, Chef der Bank of England, fürchtet ein Szenario, in dem Großbritannien aus der EU austritt, ohne vorher ein Wirtschaftsabkommen abgeschlossen zu haben.

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Tritt Großbritannien aus der EU aus, ohne vorher ein Wirtschaftsabkommen mit der Union zu schließen? Mark Carney, Chef der Bank of England, fürchtet ein solches Szenario. Das betonte er in einem Interview. Politikwissenschaftler wie Edwin Morgan vom "Institute of Directors" können das verstehen: "Wir machen uns Sorgen, weil Unternehmen von der Regierung Großbritanniens wirklich nur sehr wenige Informationen bekommen. Das ist der Grund, warum Unternehmen entweder noch nicht angefangen haben, den Brexit zu planen oder aber sie denken, sie können mit einem Abkommen rechnen. Aber es ist immer noch eine realistische Möglichkeit, dass die Briten ohne ein Abkommen austreten. Die Zeit wird langsam knapp, um mit den Plänen zu beginnen."

Mark Carneys Aussagen zum Brexit und einem möglichen Abkommen mit der EU.

"No-Deal-Szenario" bedeutet Zölle mit der EU

Sollte Großbritannien wirklich keinen Brexit-Deal mit der EU abschließen, gelten für die Briten nach dem Austritt die allgemeinen Regeln der Welthandelsorganisation. Experten glauben, dass diese der britischen Wirtschaft schaden werden. Denn dann müsste Großbritannien beim Handel mit der EU wieder Zölle zahlen. Eine große Aufgabe also für Premierministerin Theresa May, die ein entsprechendes Abkommen zunächst von ihrer Partei und dann vom Parlament absegnen lassen muss.

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