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Die Freibeuter des Stadtstrandes: Müll sammeln am Plage des Catalans

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Die Freibeuter des Stadtstrandes: Müll sammeln am Plage des Catalans
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Von Euronews mit AFP, AP
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Malerisch wirkt er meist nur aus der Ferne: Der Plage des Catalans, Marseilles zentralster und meist auch belebtester Stadtstrand gehört nicht zu den gepflegtesten Küstenabschnitten.

Die Badenden hinterlassen Spuren, denen mehrere Organisationen den Kampf angesagt haben: Bei den Sammel-Aktionen von "Clean My Calanques" und "Wings of the Ocean" kommt am Ende des Tages - je nach Anzahl der Müllsammelnden - schon mal eine Tonne Unrat zusammen.

Gaëlle Déborde ist eine der Sauberfrauen von "Clean My Calanques", die auch bei Hochbetrieb Müll sammeln. Mit gutem Beispiel voran, lautet Gaëlles Motto, denn: "Es gibt hier viele Dosen und auch viele Bierflaschen. Wir finden auch etwas ungewöhnlichere Dinge, wie eine Weihnachtskugel."

Oben die stolze Bilanz nach einer Stunde Sammelfieber. In der Regel sind die Aktionen auf drei Stunden angelegt. Aber die NGO macht auch auf Missstände auf Nachbargeländen aufmerksam - wie hier am Plage des Catalans., wo nebenan eine wilde Müllhalde entsteht.

Früh übt sich

Auch die Kinder Lorenzo und Stella sind mit ihren Plastiktüten in den Buchten, den Calanques, unterwegs. Lorenzo stellte bei der Suche nach Müll fest: "Manchmal sind es Enten, manchmal Fische, viele Tiere können dadurch sterben. Sie halten die Sachen für Beute."

Stella ergänzt: "Zum Beispiel Schildkröten, wenn man eine Plastiktüte ins Wasser wirft, denken sie, es ist eine Qualle, wie Robben, sie fressen es und dann ersticken sie."

Am meisten gefährdet ist der Schildkröten-Nachwuchs, weil er sich bei der Nahrungsaufnahme in den ersten Lebensjahren dicht an der Meeresoberfläche hält, wo sich ein Großteil des Mülls konzentriert.