COP27: Die Welt retten mit Technologie?

Lobbyarbeit auf der COP27
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Von Gregoire Lory

Auf der COP 27 laufen die politischen Verhandlungen, parallel finden in Sharm El Sheikh Veranstaltungen zu Projekten und Initiativen statt. Diskutiert werden unter anderem technologische Konzepte zur Rettung des Klimas.  

Das Schweizer Unternehmen Climeworks zum Beispiel hat eine Technologie entwickelt, der Atmosphäre CO2 zu entziehen.

Louis Uzor, Climate Policy Manager Climeworks: "Es wird immer deutlicher: Wenn wir die in Paris gesetzten Ziele erreichen wollen, müssen wir zwei Dinge tun: Emissionen massiv reduzieren, in noch nie dagewesenen Ausmaß. Darüber hinaus müssen wir aber auch in großem Maßstab Technologien einsetzen, die der Atmosphäre CO2 entziehen können."

Solche Technologien werden auf der COP kritisch diskutiert, Vor- und Nachteile abgewogen. Das Pflanzen von Bäumen wird von vielen als Schlüssel zur Bekämpfung des Klimawandels gesehen, Kritikerinnen fordern umfassendere Ansätze.

Pina Gervassi vom Forest Stewardship Council differenziert: "Aus Marktperspektive kann das pflanzen von Bäumen natürlich eine Lösung sein, und auch mit Blick auf Ökosysteme. Aberman darf man die Erhaltung der Wälder, die Erhaltung der Ökosysteme und ihre langfristige Pflege nicht vernachlässigen. Wir müssen dafür sorgen, dass degradierte Wälder nicht nur aus produktiver Sicht, sondern auch aus ökologischer und sozialer Sicht wieder effizient werden."

Auch wenn die Paralellveranstaltungen keinen direkten Einfluss haben auf die Verhandlungen zwischen Regierungen und Gremien, sie tragen zur Debatte zwischen Politik, Zivilgesellschaft und Industrie bei.