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Plastik aus dem Meer fischen: Nur ein Tropfen auf dem heißen Stein?

Kunststoffflasche an einem Strand
Kunststoffflasche an einem Strand Copyright Wayne Parry/Copyright 2022 The AP. All rights reserved.
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Von euronews
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Nicht überall sind die Kunststoffe sichtbar, doch Plastik ist fast überall. Die Überreste der Wegwerfgesellschaft verschmutzen die Umwelt und gelangen in die Nahrungskette. Was muss getan werden?

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Nicht überall sind die Kunststoffe sichtbar, doch Plastik ist fast überall. Die Überreste der Wegwerfgesellschaft verschmutzen die Umwelt und gelangen in die Nahrungskette. Plastikspuren lassen sich auch im menschlichen Körper nachweisen.

Die Umweltschutzgruppe The Ocean Cleanup will den Kunststoffabfall aus den Weltmeeren fischen und hat seit 2021 eigener Angabe nach 200 Tonnen Müll aus dem Wasser geholt. Doch damit werde die Ursache nicht behoben, betonte Melanie Bergmann vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven.

Weniger Abfall erzeugen, weniger verbrauchen

„Es geht nur um das Plastik an der Wasseroberfläche und das ist nur ein Bruchteil, 1%, dessen, was sich im Meer befindet. Es ist also ein hoher Aufwand, diese Gegenstände herauszuholen. Der Gedanke dahinter ist, dass wir die Technologie nutzen können, um eine Lösung für die Krise zu finden, aber wir müssen den Hahn zudrehen, weniger Abfall erzeugen und weniger verbrauchen. Das ist das Fazit", so Bergmann.

Die Vereinten Nationen arbeiten die Vorlage für ein Abkommen aus, das die Plastikverschmutzung einschränken und ab 2025 weltweit gelten soll. Doch dass die Industrie mitmachen wird, wird bezweifelt.

Sy Taffel, Forscher an der Massey University in Neuseeland, sagt: „Unternehmen wie Coca-Cola lieben Projekte wie die Meeressäuberung: 'Wir geben den Organisationen Geld, die das Problem der Plastikverschmutzung der Weltmeere lösen.' Im Wesentlichen geht es darum, dass sie ihr derzeitiges Geschäftsmodell beibehalten und mit der Umweltverschmutzung, die sie verursachen, sowie der Menge an fossilen Brennstoffen, die sie verbrauchen, weitermachen."

Die Umweltgruppierung The Ocean Cleanup verteidigt ihre Meeressäuberung und ihren Ansatz.

„Wir sind eine handlungsorientierte Vereinigung. Wir betreiben keine Lobbyarbeit. Wir betreiben keinen Aktionismus. Wir wollen einfach nur unsere Arbeit erledigen. Wir wollen das im Meer treibende Plastik wegschaffen und verhindern, dass noch mehr davon im Meer landet. Wir widmen uns der Entwicklung von Lösungen, Technologien, Handlungsweisen, die es uns ermöglichen, diese Aufgabe zu erfüllen", so João Ribeiro-Bidaoui von The Ocean Cleanup.

Der WWF schätzt, dass weltweit pro Minute eine Lastwagenladung Plastikmüll im Meer landet und insgesamt rund 80 Millionen Tonnen Kunststoff im Wasser treiben.

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