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Copernicus: globale Durchschnittstemperatur für Juli 2023 auf Höchststand

Südeuropa wurde im Juli von Hitzewellen gebeutelt. Nun ist der Monat offiziell als der heißeste seit Beginn der Datenermittlung bestätigt worden.
Südeuropa wurde im Juli von Hitzewellen gebeutelt. Nun ist der Monat offiziell als der heißeste seit Beginn der Datenermittlung bestätigt worden. Copyright Ron Jenkins/AP2011
Copyright Ron Jenkins/AP2011
Von Euronews mit DPA
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Der vergangene Monat war 0,72°C wärmer als der Juli-Durchschnitt von 1991-2020 und 0,33°C wärmer als der bisher wärmste Monat, der Juli 2019.

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Am 27. Juli hatten Copernicus und die Weltwetterorganisation (WMO) den Juli gemessen an der globalen Durchschnittstemperatur bereits als den wahrscheinlich heißesten Monat seit tausenden Jahren bezeichnet. 

Zu dem Zeitpunkt lagen die Berechnungen nur bis zum 23. Juli vor. Jetzt ist das definitive Ergebnis nach Messung aller Juli-Tage vorgestellt worden: demnach hat der Juli 2023 den Rekord für den wärmsten jemals auf der Erde aufgezeichneten Monat weitgehend gebrochen: Er war 0,33°C wärmer als der Monat, der diesen Titel bisher innehatte, und das war der Juli 2019.

Der Monat Juli war auch 0,72°C wärmer als der Juli-Durchschnitt von 1991-2020. Und der Juli 2023 war schätzungsweise rund 1,5°C wärmer als der Durchschnitt der Jahre 1850-1900.

"Seit 120.000 Jahren war es nicht mehr so warm"

"Es ist seit mindestens 120.000 Jahren nicht so warm gewesen", so Copernicus-Vizedirektorin Smantha Burgess. Zwar liegen dem EU-Klimawandeldienst Copernicus nur Daten seit 1940 vor, jedoch lässt sich das historische Klima unter anderem aus Baumringen, Luftblasen in Gletschern und Korallen rekonstruieren.

Hitzewellen traten in mehreren Regionen der nördlichen Hemisphäre auf, auch und vor allem in Südeuropa.

Deutlich überdurchschnittliche Temperaturen wurden aber auch in mehreren südamerikanischen Ländern und in weiten Teilen der Antarktis gemessen.

Rekordtemperaturen auch auf der Meeresoberfläche

Aufgrund von Hitzewellen über dem Atlantik zwischen Kanada und Grönland sowie im Karibischen Becken und dem Mittelmeerraum wurde außerdem die höchste globale Meeresoberflächentemperatur seit der Erfassung der Daten gemessen.

Nach einer langen Periode ungewöhnlich hoher Temperaturen im April hat sich die Meeresoberfläche im Juli auf mehr als 0,51°C über dem monatlichen Durchschnitt der letzten 30 Jahre erhitzt. Der Nordatlantik war im Juli sogar 1,05°C wärmer als üblich.

Die Meereisausdehnung im Südpolarmeer war währenddessen so gering wie nie zuvor. Insgesamt lag sie 15 Prozent unter dem Monatsdurchschnitt.

Das Wetterphänomen El Niño dürfte in den kommenden Monaten für eine weitere Erhitzung sorgen.

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