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Ära des globalen Siedens: Juli heißester Monat seit Aufzeichnungsbeginn

Vielen machen die immer länger andauernden Hitzewellen zu schaffen
Vielen machen die immer länger andauernden Hitzewellen zu schaffen Copyright Manu Fernandez/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews
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Juli wird aller Voraussicht nach der heißteste Monat, der je gemessen wurde. Das geht aus den Daten hervor, die die Weltwetterorganisation (WMO) und der Klimawandeldienst Copernicus ausgewertet haben.

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Juli wird aller Voraussicht nach der heißteste Monat, der je gemessen wurde. Das geht aus den Daten hervor, die die Weltwetterorganisation (WMO) und der Klimawandeldienst Copernicus ausgewertet haben. Die ersten drei Juliwochen waren der wärmste, bislang gemessene Dreiwochenblock, heißt es von den Expert:innen.

Auch die kühleren Tage, die seit der vergangenen Woche wieder Einzug gehalten haben, können diesen Trend vor dem Beginn des Monats August nicht umkehren, auch wenn es sich in vielen Teilen Deutschlands und Nordeuropas nicht so anfühlte. Weltweit trugen Hitzewellen in Nordamerika, Asien und Südeuropa dazu bei, den Juli zum wärmsten Monat seit Beginn der Aufzeichungen zu machen, auch die hohen Durchschnittstemperaturen im Ozean haben zu dem derart warmen Juli beigetragen.

6. Juli mit 17,08 Grad der heißeste Tag

In den ersten 23 Juli-Tagen lag die globale Durchschnittstemperatur nach diesen Angaben bei 16,95 Grad. Bislang war nach den europäischen Berechnungen der Gesamt-Juli 2019 mit 16,63 Grad der heißeste. 

Der heißeste einzelne Tag war nach Angaben von WMO und Copernicus der 6. Juli, mit einer globalen Durchschnittstemperatur von 17,08 Grad, dicht gefolgt vom 5. und 7. Juli. Der vorherige Rekord stammte vom 13. August 2016 mit einem Wert von 16,8 Grad. Dieser Rekord wurde in diesem Jahr an mindestens 17 Juli-Tagen übertroffen.

"Die Ära der globalen Erwärmung ist zu Ende. Die Ära des globalen Überkochens ist angebrochen."
Antonio Guterres
UN-Generalsekretär

Dies seien höchst erschreckenden Aussichten warnte UN-Generalsekretär Antonio Guterres. Und erst der Anfang.

"Wir müssen nicht bis zum Ende des Monats warten, um es herauszufinden. Wenn es nicht in den nächsten Tagen zu einer Mini-Eiszeit kommt, wird der Juli 2023 alle Rekorde brechen“, so Antonio Guterres gegenüber der Presse.

"Die Ära der globalen Erwärmung ist zu Ende. Die Ära des globalen Überkochens ist angebrochen. Die Luft ist verpestet, die Hitze ist unerträglich. Die Höhe der Gewinne aus fossilen Brennstoffen und die Untätigkeit gegenüber dem Klima sind inakzeptabel.

Für weite Teile Nordamerikas, Asiens, Afrikas und Europas ist dieser Sommer grausam. Für den ganzen Planeten ist er eine Katastrophe."

Wissenschaftler hätten Kinen Zweifel, dass der Mensch sei dafür verantwortlich sei, betonte Guterres. De einzige Überraschung sei Geschwindigkeit des Wandels.

Genug Zögern. Genug Ausreden

"Die Folgen sind klar und tragisch: Kinder werden vom Monsunregen hinweggeschwemmt, Familien fliehen vor den Flammen, Arbeiter fallen in der sengenden Hitze in Ohnmacht."

Angesichts dieser katastrophalen Situation wiederholte der UN-Generalsekretär seine unablässigen Aufrufe zu radikalen und dringenden Maßnahmen. "Genug Zögern. Genug Ausreden. Genug Warten darauf, dass andere zuerst handeln.“

Antonio Guterres, der im September in New York einen Klimaziel-Gipfel ausrichten wird, forderte die Industrieländer auf, bis 2040 oder früher klimaneutral zu werden, die Schwellenländer bis 2050.

"Der Beweis ist überall: Die Menschheit hat Zerstörung ausgelöst. Das darf nicht zur Verzweiflung, sondern zum Handeln führen“, fügte er hinzu. "Wir können das Schlimmste noch verhindern. Aber dazu müssen wir ein Jahr sengender Hitze in ein Jahr sengender Ambitionen verwandeln.“

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