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Minusgrade lösen Frostbeben in den USA aus: Anwohner vermuten explodierende Bäume

Am Owensboro Convention Center ist die Schneefräse im Einsatz. Ein Wintersturm zieht am Samstag, 24. Januar 2026, über Owensboro, Kentucky.
Schneefräse im Einsatz am Owensboro Convention Center. Am Samstag, 24. Januar 2026, zieht ein Wintersturm über Owensboro, Kentucky. Copyright  Greg Eans/The Messenger-Inquirer via AP
Copyright Greg Eans/The Messenger-Inquirer via AP
Von Isabella O'Malley mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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Der Nationale Wetterdienst in Louisville stellt klar: Die lauten Knallgeräusche sind nicht übernatürlich. Es sind Frostbeben, sogenannte Kryoseismen.

Meteorologen berichten, dass Wasser, das im Boden bei eisiger Kälte rasch gefriert, laute, erschreckende Geräusche erzeugen kann. Mitunter vibriert der Boden leicht.

Diese Geräusche nennt man Frostbeben, auch Cryoseisms. Das Phänomen tritt auf, wenn Regen oder geschmolzener Schnee im Boden schnell gefriert und sich beim Erstarren ausdehnt, wenn die Temperaturen rasch unter den Gefrierpunkt fallen. Die Ausdehnung des Eises baut Druck im umliegenden Boden auf. Dadurch reißt er und es entstehen dumpfe Knalle und leichtes Zittern.

Evan Webb vom US-Wetterdienst in Louisville, Kentucky, berichtet, sein Büro habe bei extremer Kälte Meldungen über „laute Knalle“ erhalten, die mit Cryoseisms zusammenhängen.

„Ich glaube, manche fragen sich zunächst, ob ein Baum explodiert ist oder so“, sagt er.

Sind Frostbeben gefährlich?

Webb sagt, Frostbeben seien „relativ selten, besonders in Kentucky … Hier wird es im Winter nicht oft kalt genug, damit wassergesättigter Boden so schnell durchfriert“.

Sie sind „meist harmlos“. Größere Sorgen bereiten einstellige Temperaturen mit Windchill.

Das Büro des Wetterdienstes schreibt in einem Beitrag auf sozialen Medien, die Geräusche könnten erschrecken, besonders nachts. In der Regel sind sie jedoch kein Grund zur Sorge.

„Diese lauten Knalle sind nicht paranormal: Es sind Cryoseisms (Frostbeben)!“ heißt es in dem Beitrag.

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