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"Get Up, Stand Up! ": London swingt im Rhythmus von Bob Marley

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Plakat im Londoner West End
Plakat im Londoner West End   -   Copyright  "Get Up, Stand Up! The Bob Marley Musical", Clint Dyer/Lee Hall - Lyric Theatre
Von Euronews  mit AP

Endlich ist es so weit: Die Songs und die Lebensgeschichte von Reggae-Legende Bob Marley kommen im Londoner West End als Musical auf die Bühne.

Der britische Schauspieler Arinze Kene schlüpft in die übergroße Rolle - mit Haut und Haar. Und einer starken Stimme, die sich hören lassen kann.

"Get Up, Stand Up!" heißt das Musical, seit Anfang Oktober laufen die ersten Probevorstellungen im Londoner West End vor begeistertem Publikum.

"Bobs Botschaft lautet Liebe"

Das hat viel mit seiner Musik aber auch mit Bob Marley selbst zu tun. Der Musiker aus Jamaika fasziniert bis heute, meint Arinze Kene.

"Bobs Botschaft lautet Liebe. Bobs Botschaft lautet Akzeptanz und und universelle Liebe, und tatsächlich ist das eine Message, die auch heute noch Bedeutung hat."

Gabrielle Brooks, die Rita Marley verkörpert fügt hinzu: "Bob Marley war natürlich ein Aktivist, aber er verkündete auch Botschaften der Liebe, der Einheit, der Zusammengehörigkeit und der Hoffnung.

Und auch wenn es Protestlieder sind ist da einfach auch diese Musik, zu der man aufstehen und tanzen möchte. Und unser Publikum hat bislang genau das getan, das war wirklich etwas Besonderes."

"Wir haben jeden Abend ein anderes Publikum"

Sechs Jahre brauchte das Musical, um zu reifen. Covid verzögert die Premiere zusätzlich. Regisseur Clint Dyer und sein Team sind erleichtert, es endlich auf der Bühne zu sehen. Die ersten Vorführungen seien vielversprechend verlaufen.

"Die Mischung ist unglaublich. Wir haben jeden Abend ein anderes Publikum. Man denkt, dass nur People of Color kommen, und dann sind einen ganzen Abend lang nur weiße Leute aus der Arbeiterklasse da, die es lieben. Und bei der nächsten Aufführung ist das Publikum komplett gemischt. Wir genießen es wir wirklich die Früchte von jemandem zu ernten, dessen Musik alle anspricht."

Das Musical sei zudem eine Friedensbotschaft in bewegten Zeiten.

"Ein Stück wie dieses zu diesem Zeitpunkt aufführen zu können, ist im Prinzip Fortsetzung dessen, was wir schon immer tun wollten. Aber ich kann nicht leugnen, dass mehr Menschen es jetzt verstehen und hören werden. Und das ist wirklich faszinierend."

Am 20. Oktober ist offiziell Premiere im Londoner Lyric Theatre.