Sieben Oscars für Historiendrama "Oppenheimer"

Oppenheimer hat bei der der Oscar-Verleihung 2024 abgeräumt.
Oppenheimer hat bei der der Oscar-Verleihung 2024 abgeräumt. Copyright Universal Pictures - Searchlight Pictures - Focus Features - Apple TV+ - Neon - AP - Warner Bros.
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Von Euronews
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"Oppenheimer" ist der große Gewinner bei den diesjährigen Oscars und bekam unter anderem die Trophäe für den besten Film. Die britische Produktion "The Zone of Interest" mit der deutschen Hauptdarstellerin Sandra Hüller wurde als bester internationaler Film ausgezeichnet.

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Der biografische Historienfilm "Oppenheimer" hat die 96. Verleihung der Oscars in Los Angeles dominiert. Das dreistündige Epos um den "Vater der Atombombe" gewann in der Königskategorie die Trophäe für den besten Film, Christopher Nolan durfte sich für seine Regiearbeit an "Oppenheimer" über seinen ersten Oscar freuen.

Hauptdarsteller Cillian Murphy gewann für seine Rolle als J. Robert Oppenheimer den Oscar für die beste männliche Hauptrolle. 

Er schlug in seiner Dankesrede eine Brücke von seiner Rolle als jener Physiker, der maßgeblich am Rüstungsrennen um den Bau der ersten Atombombe beteiligt war, zu den aktuellen Krisen. "Wir alle leben in Robert Oppenheimers Welt", erklärte der 47-jährige Ire. "Ich möchte dies den Friedensstifter widmen". 

Sein filmischer Gegenspieler Robert Downey Jr. wurde bester männlicher Nebendarsteller - und holte ebenfalls seinen ersten Oscar. Insgesamt heimste "Oppenheimer" sieben Oscars ein, er war mit 13 Nominierungen ins Rennen gegangen.

Beste weibliche Hauptrolle: Emma Stone

Mit besonderer Spannung wurde am Oscar-Abend verfolgt, wer sich im Rennen um die beste weibliche Hauptrolle durchsetzen würde. Am Ende wurde es Emma Stone, die für ihre Verkörperung der Bella Baxter in der exzentrischen Frankenstein-Saga "Poor Things" geehrt wurde. Sie spielt darin eine Frau im England des 19. Jahrhunderts, der nach ihrem Tod das Hirn ihres ungeborenen Babys eingepflanzt wird.

Zwei Filme mit Sandra Hüller ausgezeichnet

Für zwei Filme mit der deutschen Schauspielerin Sandra Hüller in der Hauptrolle gab es jeweils zwei Oscars.

Die britische Produktion "The Zone of Interest" wurde bester internationaler Film. In dem beklemmenden Drama des britischen Regisseurs Jonathan Glazer spielt Hüller Hedwig Höß, die Ehefrau des KZ-Kommandanten Rudolf Höß (Christian Friedel), der mit seiner Familie direkt am KZ Auschwitz ein luxuriöses Haus bewohnt.

Damit gingen der in dieser Kategorie nominierte deutsche Beitrag "Das Lehrerzimmer" von Ilker Çatak und der für Japan nominierte Film "Perfect Days" von Wim Wenders leer aus.

Der Spielfilm "Anatomie eines Falls" holte den Preis für das beste Originaldrehbuch, das die Französin Justine Triet, die auch für die Regie zuständig war, und ihr Lebensgefährte und Landsmann Arthur Harari geschrieben hat.

"Dies wird mir durch meine Midlife-Crisis helfen, denke ich", sagte Triet in ihrer Dankesrede über ihre Auszeichnung. In dem Thriller spielt Sandra Hüller eine erfolgreiche Autorin, die des Mordes an ihrem Ehemann beschuldigt wird

Hier die komplette Liste der Oscar-Gewinnerinnen und -Gewinner:

- Bester Film: "Oppenheimer"

- Beste Regie: Christopher Nolan ("Oppenheimer")

- Beste Hauptdarstellerin: Emma Stone ("Poor Things")

- Bester Hauptdarsteller: Cillian Murphy ("Oppenheimer")

- Beste Nebendarstellerin: Da'Vine Joy Randolph ("The Holdovers")

- Bester Nebendarsteller: Robert Downey Jr. ("Oppenheimer")

- Bester internationaler Film: "The Zone of Interest"

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- Beste Kamera: "Oppenheimer"

- Bestes Originaldrehbuch: "Anatomie eines Falls"

- Bestes adaptiertes Drehbuch: "American Fiction"

- Bester Ton: "The Zone of Interest"

- Bester Schnitt: "Oppenheimer"

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- Beste Filmmusik: "Oppenheimer" (Ludwig Göransson)

- Bester Filmsong: "What Was I Made For?" aus "Barbie" (Billie Eilish und Finneas O'Connell)

- Bestes Szenenbild: "Poor Things"

- Beste Kostüme: "Poor Things"

- Bestes Make-up und beste Frisuren: "Poor Things"

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- Beste visuelle Effekte: "Godzilla Minus One"

- Bester Kurzfilm: "Ich sehe was, was Du nicht siehst" (Originaltitel: "The Wonderful Story of Henry Sugar")

- Bester Dokumentarfilm: "20 Tage in Mariupol"

- Bester Dokumentar-Kurzfilm: "The Last Repair Shop"

- Bester animierter Spielfilm: "Der Junge und der Reiher"

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- Bester animierter Kurzfilm: "War is Over! Inspired by the Music of John & Yoko"

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