Brüssel will beim nationalen Gaseinkauf mehr mitreden

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Beim nationalen Gaseinkauf der Mitgliedsstaaten will Brüssel stärker mitreden als bisher. Künftig will die EU-Kommission schon von Anfang an über

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Beim nationalen Gaseinkauf der Mitgliedsstaaten will Brüssel stärker mitreden als bisher. Künftig will die EU-Kommission schon von Anfang an über Verhandlungen mit Drittstaaten informiert werden. Zur Zeit prüft sie zwischenstaatliche Abkommen erst im nachhinein. Die Behörde will damit auch die Macht Russlands auf dem Gasmarkt einschränken. “Wir wollen mehr Anbieter, indem wir den sogenannten südlichen Korridor und Verbindungen mit Aserbaidschan und Turkmenistan stärken”, so Energiekommissar Miguel Arias Canete. “Mit der geplanten Gaspipeline zwischen der iberischen Halbinsel und Frankreich könnten auch die Verbindungen mit Algerien besser genutzt werden.” Etwa 30 Prozent des Erdgases in der EU kommen aus Russland.

Der Anteil der erneuerbaren Energien und die Energieeffizienz sollen auf jeweils 27 Prozent steigen. Brüssel hat zum einen die Schaffung der Energieunion und zum anderen die Klimaziele im Blick. Klimaschützern sind diese Ziele nicht ehrgeizig genug. “40 Prozent würde bedeuten, dass die Kosten für die Gas- und Ölimporte aus Russland und dem Nahen Osten stark gesenkt werden könnten. Besser isolierte Häuser hieße zudem, dass den Menschen mehr Geld in der Tasche bliebe”, meint Wendel Trio von der Organisation Climate Action Network Europe. Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen bei ihrem Gipfeltreffen im März über die Vorschläge der Kommission beraten.

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