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Das Risiko für Journalisten in Südosteuropa

Das Risiko für Journalisten in Südosteuropa
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Von Stefan Grobe
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Ausstellung in Brüssel macht auf harte Arbeitsbedingungen aufmerksam

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Im Brüsseler Presseclub macht derzeit eine Fotoausstellung auf die bisweilen harten Arbeitsbedigungen aufmerksam, die Journalisten in Südosteuropa erdulden müssen.

Freie Meinungsäußerung, freier Zugang zu Informationen, freie und unabhängige Medien - all das ist nicht überall garantiert.

Und: Weltweit kamen im vergangenen Jahr laut einem UNESCO-Bericht 79 Journalisten gewaltsam ums Leben.

"In einigen Ländern verdienen Journalisten 200 Euro im Monat", sagt UNESCO-Sprecherin Adeline Hulin.

"Arbeitsverträge sind häufig Fehlanzeige, viele Reporter schlagen sich als Auftragsschreiber durch. Dadurch entgeht ihnen eine soziale Absicherung, was wiederum Auswirkungen auf ihre Arbeit hat - die berühmte Schere im Kopf."

Dramatisch ist die Lage in der Türkei, wo mehr Journalisten in Gefängnissen sitzen als irgendwo sonst auf der Welt.

Zudem schloss die Regierung nach dem Putschversuch 2016 mehr als 180 Medienunternehmen.

In der Türkei unterstützt die Europäische Journalisten-Föderation Reporter bei deren Bemühungen, staatlicher Willkür zu wiederstehen, wie die Direktorin des Gewerkschaftsverbands, Renate Schroeder, erklärt. Aber es gehe darum, internationale Solidarität zu zeigen.

Alarmierend ist auch die Lage in Montenegro. Dort wurde vor einigen Wochen die Enthüllungsjournalistin Olivera Lakić bei einem bewaffneten Anschlag praktisch vor ihrer Haustür schwer verletzt.

Die EU-Delegation in Monenegro rief die Regierung auf, alles für die Sicherheit von Journalisten zu unternehmen.

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