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Afghanische Ex-Bürgermeisterin: "Bitte reden Sie nicht mit den Taliban"

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Copyright Maria Psara, Euronews
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Von Stefan GrobeMaria Psara
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Sie war eine der ersten Frauen in einem afghanischen Bürgermeisteramt, mit 26 die Jüngste. Morddrohungen, Attentatsversuche und der Mord an ihrem Vater hielten Ghafari nicht davon ab, ihr Amt auszuüben. Doch im August, nach der Machtübernahme der Taliban, musste sie ihr Land verlassen.

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Sie war eine der ersten Frauen in einem afghanischen Bürgermeisteramt, mit 26 die Jüngste. Morddrohungen, Attentatsversuche und der Mord an ihrem Vater hielten Zarifa Ghafari nicht davon ab, ihr Amt auszuüben. Doch im August, nach der Machtübernahme der Taliban, musste Zarifa Ghafari ihr Land verlassen.

"Als Kabul fiel, änderte sich alles binnen weniger Stunden, es war ein Schock. Und ein Schock ist es noch immer und wird es stets bleiben. Auch international wurde es als Schock empfunden, aber für uns bedeutete es noch mehr."

Ghafari schaffte es, mit ihrer Familie zu fliehen - versteckt in einem Auto. Die Fahrt zum Flughafen von Kabul verbrachte sie zusammengekauert im Fußraum - an keiner Kontrollstelle wurden die Taliban auf sie aufmerksam. Heute lebt sie in Deutschland.

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Zarifa Ghafari mit dem deutschen Außenminister Heiko MaaßEuronews

"Am Anfang versuchte ich meine Familie vom Bleiben zu überzeugen. Aber dann musste ich fliehen. Der Moment, an dem ich das Flugzeug betrat, war schwerer als der Verlust meines Vaters. Ich ließ meine Heimat Afghanistan hinter mir."

Inzwischen versucht sie, die internationale Gemeinschaft für die Rechte der Frauen in Afghanistan zu mobilisieren. In Brüssel nahm sie an einer Konferenz teil. Dabei hatte sie eine Botschaft für die Europäische Union.

"Bitte reden Sie nicht länger mit der Taliban-Regierung, dadurch wird diese nur aufgewertet. Und dadurch fühlen sie sich motiviert, das, was sie tun, noch intensiver zu betreiben. Und wenn sie das Land direkt mit Finanzmitteln unterstützen, dann sind Sie dafür verantwortlich, dass das Geld zum Wohle der Bevölkerung genutzt wird."

Ghafaris Traum ist es, eines Tages nach Afghanistan zurückzukehren. Doch bis dahin will sie sich weiter für Frauenrechte einsetzen.

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