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Wiederherstellen, Wiederverwenden und Reparieren - Initiative zur Kreislaufwirtschaft

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Von Stefan Grobe  & Grégoire Lory
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Alte Mobiltelefone in Belgien
Alte Mobiltelefone in Belgien   -   Copyright  Geert Vanden Wijngaert/The Associated Press

Wiederherstellen, Wiederverwenden und Reparieren. Dies sind die Schlüsselworte der Vorschläge der Europäischen Kommission, um die EU in Richtung einer stärkeren Kreislaufwirtschaft zu bringen. Ziel ist es, die Ausgaben und die Abhängigkeit Europas zu verringern und zugunsten der Umwelt zu handeln.

Brüssel will ökologisch und nachhaltig gestaltete Produkte auf den Markt bringen und schlägt dafür die Einführung eines digitalen Profils eines Artikels vor.

Gedacht sei an einen QR-Code, der Antworten auf Wiederverwertbarkeit, Recycling-Inhalte, Haltbarkeit, und Reparaturmöglichkeiten gebe, so EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius. Handele es sich um eine Software, müsse vor der Veralterung des Gerätes gewarnt werden.

Die Kommission legt auch eine Strategie für die Textilindustrie vor. Der Sektor ist die viertgrößte Quelle von Treibhausgasemissionen, eine Quelle chemischer und mikroplastischer Verschmutzung. Die Kommission will Kleidung mit einer längeren Lebensdauer, recycelbar und unter Einhaltung sozialer Standards hergestellt sehen. 

Das Projekt wird im Europäischen Parlament begrüßt, jedoch mit einigen Vorbehalten. Nur ein Prozent der weltweiten Textilien werde recycelt, der Rest werde verbrannt oder fülle Mülldeponien, sagt Anna Cavazzini, die grüne Vorsitzende des Binnenmarktausschusses. Es sei gut, dass die Kommission das Problem der Textilien angehe, doch seien es nur unverbindlichen Ideen, keine Gesetzesvorhaben.

Die Kommission betont indes, dass die Kreislaufwirtschaft nach der Covid-Pandemie und angesichts des Krieges in der Ukraine auch eine Chance ist, die Abhängigkeit Europas von Rohstoffen zu verringern und damit die strategische Autonomie der EU zu stärken.