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Flaschen-Mangel - Belgischen Bierbrauern droht weitere Krise

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Von Stefan Grobe  & Pedro Sacadura
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Leere Bierflaschen an einer Abfüllstation im belgischen Brügge
Leere Bierflaschen an einer Abfüllstation im belgischen Brügge   -   Copyright  Virginia Mayo/The Associated Press

Steigende Produktionskosten und Probleme mit der Lieferkette - Bierbrauer in Belgien sind derzeit alles andere als in guter Laune. Denn: In Flandern gibt es einen Engpass bei Flaschen. Nun ist man auf Reserven angewiesen, die üblicherweise ausgerechnet aus Russland kommen.

Vor die 33-Zentiliterfasche sei kaum noch lieferbar, sagt Alain De Laet, Chef der Brauerei Huyghe. Dies sei ein großes Problem, denn 87 Prozent seiner Produktion gingen in den Export, was bedeute, dass diese Flaschen nicht zurückkämen.

Derzeit braut Huyghe mit 110 Mitarbeitern 250.000 Hektoliter Bier pro Jahr. Doch wenn die Flaschenkrise bis zum Sommer anhält, drohen Einnahmeverluste von bis zu 20 Prozent.

Mit den gestiegenen Energiekosten sind auch die Glaspreise in die Höhe geschnellt. Einige Brauereien erwägen nun die Umstellung auf Dosen, doch auch mit Aluminium gibt es derzeit weltweit Schwierigkeiten. Branchenvertreter sehen vor allem kleinere lokale Brauereien von den aktuellen Umständen betroffen.

Wie stark eine Brauerei darunter keiden werde, hänge im wesentlichen von dem entsprechenden Abfüllmix ab, sagt Simon Spillane vom Europäischen Brauerei-Verband. Von wo werde das Abfüllmaterial geliefert? In welchen Ländern operierten die Brauereien? Gebe es dort Pfandflaschen-Systeme und Nachfüllflaschen? Gingen Exporte nach außerhalb Europas? Jeder Betrieb beantworte diese Fragen unterschiedlich. Wahrscheinlich seien höhere Bierpreise und der Stop von bestimmten Produkten.

Nach der Pandemie ist dies ein weiterer Schlag für den europäischen Biersektor. Europaweit beschäftigt die Branche mehr als zwei Millionen Menschen, von der Weizen- bis zur Glasproduktion. Es steht also Einiges auf dem Spiel.

Ein weiteres Risiko für eine verunsicherte europäische Wirtschaft.