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EU-Verbraucherschützer machen gegen Google mobil

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Von Stefan Grobe  & Aida Sanchez Alonso
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Die Google-Vertretung in Brüssel
Die Google-Vertretung in Brüssel   -   Copyright  AP Photo/Virginia Mayo

Google treibt europäische Verbraucher dazu, Optionen beim Erstellen eines Google-Kontos zu akzeptieren, die in die Privatsphäre eindringen. Das behauptet zumindest die Europäische Verbraucherorganisation (BEUC) in einer jetzt veröffentlichten Studie.

Gemäß dem europäischen Datenschutzgesetz (DSGVO) sollten Unternehmen den Nutzern standardmäßig die einfachste und am besten schützende Option anbieten.

Was Google offenbar nicht tut...

Der Nutzer haben zwei Möglichkeiten: eine Express-Personalisierung in einem Schritt und eine Personalisierung in 5 Schritten, sagt David Martin, Rechtsberater der Verbraucherorganisation.

Der Verbraucher wolle diesen Prozess normalerweise so schnell wie möglich durchlaufen. Er mache also einen Schritt. Wenn er dann "Weiter" klicke, dann auf "Bestätigen" und sein Konto erstelle, habe er Google die Erlaubnis erteilt, alles zu überwachen, was er in Google-Diensten tue, auf Websites und Apps zu Beispiel.

In koordinierter Weise reichten zehn europäische Verbraucherverbände eine Beschwerde gegen Google ein. Sie behaupten, dass die von Google verwendete Sprache „unklar, unvollständig und irreführend“ sei. Und auch, dass es das Ziel von Google sei, Daten von den Bürgern zu erhalten, um sein Geschäft wachsen zu lassen.

Das Geschäftsmodell von Google beruhe auf der Erhebung und Nutzung dieser personenbezogenen Daten für verschiedene Zwecke, nämlich für gezielte Werbezwecke, die die Haupteinnahmequelle des Unternehmens darstellten, so David Martín.

Nun wird sich die Datenbehörde in Irland, das Land, in dem Google seinen Sitz in Europa hat, mit dem Fall befassen. Bisher musste Google mehrere Bußgelder wegen Datenschutzproblemen zahlen.

Zuletzt wurde Anfang 2022 gegen Google eine Geldstrafe von 150 Millionen Euro wegen Komplikationen bei der Ablehnung von Cookies verhängt. 2019 erhielt das Unternehmen eine weitere Geldstrafe von 50 Millionen Euro für die Art und Weise, wie es die Zustimmung der Nutzer einholte.