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"Das Leben wird immer schlimmer" - soziale Proteste in Belgien

Sozialer Protest am Mittwoch in Brüssel
Sozialer Protest am Mittwoch in Brüssel Copyright Euronews
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Von Stefan GrobeMeabh McMahon
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Steigende Lebensmittelpreise, erschreckende Energierechnungen und Frustration mit Politikern und Arbeitgebern – dieses Gemisch hat am Mittwoch in Brüssel rund 10.000 Menschen auf die Straße getrieben.

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Steigende Lebensmittelpreise, erschreckende Energierechnungen und Frustration mit Politikern und Arbeitgebern – dieses Gemisch hat am Mittwoch in Brüssel rund 10.000 Menschen auf die Straße getrieben.

Gekleidet in Grün, Blau und Rot, den Farben der drei großen Gewerkschaften, war die Wut greifbar. Die Demonstranten wollten, dass lokale, nationale und europäische Politiker jetzt handeln.

Man müsse gegen die steigenden Preise und Stromrechnungen kämpfen, sagt eine Frau. Das Leben werde immer schlimmer.

Ein Mann sagt, er arbeite seit 23 Jahren und habe nun zum ersten Mal echte Überlebensschwierigkeiten. Und seine Frau arbeite auch.

Und dieser Mann erwarte von der Regierung, dass sie die Probleme löse. Egal ob die Ursache für alles der Krieg zwischen der Ukraine und Russland sei.

Ein weiterer Protestpunkt – die mangelnde Kaufkraft. Die Demonstranten verlangten die Änderung eines Gesetzes von 1996 zum Wohlergehen der Arbeitnehmer, das den Gewerkschaften die Möglichkeit gibt, Lohnerhöhungen auszuhandeln. Aber die politische Landschaft in Belgien ist komplex.

Es gebe zahlreiche Regierungen in Belgien, aber diese täten nichts, weder die flämische, noch die wallonische, sagt eine Frau. Sie hätten zwar Geld, wollten aber ihre öffentlichen Finanzen im Gleichgewicht halten. Doch den Menschen müsse jetzt geholfen werden. Die Regierungen täten nichts. Das sei nicht normal und nicht akzeptabel.

Ähnliche Proteste fanden zuletzt in mehreren Ländern Europas statt, etwa in Griechenland, der Tschechischen Republik und Österreich.

Belgien steht möglicherweise ein Winter der Unzufriedenheit bevor. Für November ist ein Generalstreik geplant.

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