Brüssel erwägt Beteiligung von Tech-Riesen an Kosten für künftige 5G-Netze

EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton am Donnerstag in Brüssel
EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton am Donnerstag in Brüssel Copyright Bogdan Hoyaux/ EC - Audiovisual Service
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Von Stefan GrobeAida Sanchez Alonso
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Die EU-Kommission beginnt eine öffentliche Debatte, um zu analysieren, ob künftige Netzwerke auch von Tech-Riesen bezahlt werden sollten: Unternehmen wie Netlfix, Amazon oder Google.

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Wer wird künftig für die Entwicklung von 5G- und Glasfasernetzen bezahlen? Bisher waren es die großen Telekommunikationsunternehmen wie Telefónica, Deutsche Telekom oder Orange.

Doch jetzt eröffnet die Europäische Kommission eine öffentliche Debatte, um zu analysieren, ob die Rechnung auch an jemand anderen weitergegeben werden sollte: Tech-Unternehmen wie Netlfix, Amazon oder Google.

EU-Kommissar Thierry Breton, ein ehemaliger Vorstandschef von France Telecom, nennt es „Fair Share“

Breton: „Diese Überlegung richtet sich nicht "gegen" jemanden, sondern "für" jemanden, nämlich unsere Bürger und Unternehmen, denen wir bessere Konnektivität, Innovation und Infrastruktur geben wollen."

Telekommunikationsunternehmen argumentieren seit Jahren, dass Tech-Unternehmen ihre Dienste nutzen, ohne einen Beitrag zu leisten.

Alessandro Gropelli, stellvertretender Generaldirektor des Verbandes der europäischen Netzwerkbetreiber (ETNO): „Wir denken, dass dies nicht mehr tragbar ist. Die Internet- und Telefonrechnung kann nicht die einzige Möglichkeit sein, mit der wir 5G und Glasfasernetze finanzieren. Es gibt andere Unternehmen, die im Internet viel Geld verdienen mit personenbezogenen Daten und Werbung. Und so ist es für uns selbstverständlich, dass sie auch dazu beitragen.“

Aber die Unternehmen der Computer und Kommunikationstechnologien argumentieren, dass die Kommission einen „integrativeren“ Ansatz finden sollte. Es habe den Anschein, dass Brüssel „die von großen Telekommunikationsunternehmen vertretene falsche „Fair Share“-Prämisse“ akzeptiere.

Die Konsultation endet am 19. Mai und könnte die Tür für einen Vorschlag der Europäischen Kommission öffnen.

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