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In Portugal schützen Forscher und Tierpfleger gemeinsam das Meeresleben

Mit Unterstützung von The European Commission
In Portugal schützen Forscher und Tierpfleger gemeinsam das Meeresleben
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Von Aurora Velez
Zuerst veröffentlicht am
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In der Mündung von Aveiro in Portugal gibt es ein Projekt, das Wissenschaftler und Tierpfleger zusammenbringt, um das Leben im Meer zu schützen.

In der portugiesischen Flussmündung von Aveiro stehen das Meer und seine biologische Vielfalt im Mittelpunkt der Forschung von ECOMARE. Es geht um die Auswirkungen des Klimawandels auf sie Flora und Fauna. Aber das europäische Projekt, das von der Universität von Aveiro begleitet wird, kümmert sich auch um verletzte Tiere.

"Es geht um zwei Dinge: um Nachhaltigkeit und die Wiederbelebung und Erhaltung von Leben im Meer", erklärt ihr Vize-Direktor Artur Silva.  

"Wir entwickeln die Forschung in den Bereichen Aquakultur und Biotechnologie, aber vor allem arbeiten wir an der Rettung von Meerestieren, denn es ist wichtig für uns, diesen Beitrag in ganz Portugal und vielleicht auch in anderen Ländern zu leisten.

Ein Krankenhaus für Meerestiere

Bei ECOMARE gibt es zwei spezialisierte Bereiche: ein Krankenhaus und das Forschungszentrum. In dem Hospital, das 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr geöffnet hat, werden mehr als 1.000 verletzte Tiere pro Jahr behandelt. Größenteils sind es Vögel aber auch andere Meerestiere wie Delfine oder Schildkröten. 

Die Schildkröte Costa Nova ist in ein Fischernetz greaten, sie wurde sieben Monate lang in der Station aufgepäppelt.

"Nach der Behandlung ihrer Verletzungen – sie hatte einige tiefe Schnittwunden – hat sie sich erholt und kann nun freigelassen werden. Wir haben sie mit einem Sender ausgestattet, um zu sehen, wie sie sich im Meer bewegt", so Catarina Eira, die wissenschaftliche Koordinatorin des Projekts. 

Oft sind es Brüche, verschluckte Angelhaken, Kunst- oder Giftstoffe. Um die Genesung nicht zu stören, sind Besucher in dem Krankenhaus nicht erlaubt.

Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit

Die sind aber im ECOMARE-Forschungszentrum CEPAM willkommen - an jedem dritten Mittwoch im Monat. Denn eines der Ziels dieses europäischen Projekts ist die "Meereserziehung", das Bewusstsein der jungen Generation für die Meeresumwelt zu schärfen.

"Ich habe gelernt, dass die Korallen in den Aquarien das Zuhause von vielen Fischen sind und dass das Leben im Meer genauso wichtig ist wie unser eigenes, aber wir dürfen ihre Heimat nicht zerstören", sagt der 5-jährige Pedro nach seinem Besuch. 

Das Gesamtbudget für das Projekt beläuft sich auf 4,8 Millionen Euro. Etwa 84 Prozent wurden durch die Kohäsionspolitik der Europäischen Union bezuschusst.

Wissenschaftliche Forschung im Bereich der Medizin

Experten aus aller Welt beteiligen sich an der Erforschung des Klimawandels in der Meeresumwelt und der Biotechnologie. Der wissschenschaftliche Koordinator am Forschungszentrum CEPAM-ECOMARE, Ricardo Calado, erklärt: 

"Wir verwenden viele Korallen, um biotechnologische Fragen zu untersuchen. Korallen sind ein fantastisches Reservoir neuer Moleküle. Die können bei der Entdeckung neuer Medikamente helfen, zur Heilung von Krebs und anderen Krankheiten wie neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson."

Dieses mit dem RegioStars-Preis ausgezeichnete Projekt gilt als eine der fünfzehn besten Initiativen, die in den letzten 15 Jahren von Europa unterstützt wurden.

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