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Selenskyj "enttäuscht" in Singapur: Stört China die Friedensgespräche?

Sicherheitsforum in Singapur: Selenskyj hat China beschuldigt, Friedensgespräche zu stören.
Sicherheitsforum in Singapur: Selenskyj hat China beschuldigt, Friedensgespräche zu stören. Copyright Vincent Thian/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
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Von Diana Resnik mit AP
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Selenskyj ist "enttäuscht" über "einige Länder", die ihre Teilnahme am Ukraine-Friedensgipfel in der Schweiz noch nicht zugesagt haben. Schuld daran sei China: Das Land würde Russland dabei unterstützen, die Konferenz zu stören.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selnskyj hat auf dem Sicherheitsforum in Singapur heftige Vorwürfe gegenüber China gemacht. Das Land würde Russland dabei unterstützen, eine bevorstehende Friedenskonferenz zum Krieg in der Ukraine in der Schweiz zu stören. Konkret soll China andere Länder unter Druck gesetzt haben, nicht an den bevorstehenden Gesprächen teilzunehmen. Die Länder nannte Selenskyj dabei nicht.

China - "Ein Instrument in den Händen von Putin"

"Es ist bedauerlich, dass ein so großes, unabhängiges und mächtiges Land wie China ein Instrument in den Händen von (Russlands Staatsoberhaupt Wladimir) Putin ist.“

Selenskyj sagte, er sei enttäuscht darüber, dass einige Länder sich nicht zu einer Teilnahme am Ukraine-Friedensgipfel verpflichtet hätten.

Einige Staats- und Regierungschefs haben ihre Teilnahme am Friedensgipfel noch nicht bestätigt.
Wolodymyr Selenskyj
Präsident der Ukraine

"Einige Staats- und Regierungschefs haben ihre Teilnahme am Friedensgipfel noch nicht bestätigt. Leider gibt es Versuche, den Gipfel zu stören. Wir hoffen, dass es sich dabei nicht um den Wunsch handelt, das Machtmonopol auf der Welt an sich zu reißen, um der Weltgemeinschaft die Möglichkeit zu nehmen, über Krieg und Frieden zu entscheiden", so Selenskyj.

Wir schlagen Frieden durch Diplomatie vor: ein kooperatives und faires Format, den Weltfriedensgipfel.
Wolodymyr Selenskyj
Präsident der Ukraine

Auf dem Friedensgipfel in der Schweiz will die Ukraine Vorschläge für den Frieden machen, die nukleare Sicherheit sowie die Freilassung von Kriegsgefangenen und die Rückkehr der von Russland entführten ukrainischen Kinder besprechen. Er forderte die Verteidigungsminister auf, an dem Gipfel teilzunehmen.

Je größer die Beteiligung ist, desto wahrscheinlicher wird es sein, dass Russland zuhören muss, sagte Selenskyj. "Die globale Mehrheit kann mit ihrer Beteiligung sicherstellen, dass das, worauf man sich geeinigt hat, auch wirklich umgesetzt wird“, sagte er.

China will nicht ohne Russland am Friedensgipfel teilnehmen

Die Schweiz hatte gehofft, dass China an der Friedenskonferenz Mitte Juni teilnehmen würde, doch die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, ließ am Freitag verlauten, dass dies unwahrscheinlich sei.

"Es gibt immer noch eine deutliche Diskrepanz zwischen den Vorbereitungen für das Treffen und den Forderungen der chinesischen Seite sowie den allgemeinen Erwartungen der internationalen Gemeinschaft“, sagte Mao.

China hat eine Friedenskonferenz mit gleichberechtigter Teilnahme aller Seiten gefordert, einschließlich Russlands, das nicht eingeladen wurde.

„Das macht es für China schwierig, an dem Treffen teilzunehmen“, so Mao.

China hat in Russlands Krieg in der Ukraine eine nach eigenen Angaben neutrale Position eingenommen. Während viele Europäische Länder und die USA Sanktionen gegen Russland verhängt haben, hat China seinen Handel mit Russland vergrößert, was die wirtschaftlichen Auswirkungen der westlichen Sanktionen abmildert. Auch wenn China Russland nicht direkt mit Waffen beliefert: Amerikanische und ukrainische Geheimdienste sagen, dass es Beweise dafür gibt, dass chinesische Teile in russischen Waffen eingebaut werden.

Von Singapur aus wird Selenskyj wahrscheinlich in die philippinische Hauptstadt Manila, reisen, um Präsident Ferdinand Marcos Jr. persönlich zum Gipfel einzuladen, sagten zwei hochrangige philippinische Regierungsbeamte.

Ukrainische Beamte haben die Philippinen über Selenskyjs Absicht informiert. Der Besuch ist jedoch ungewiss, da sich die Reisepläne des ukrainischen Präsidenten wegen der russischen Angriffe in seinem Land jederzeit ändern können, wie aus Regierungskreisen verlautete.

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