Im Gespräch mit der Euronews-Sendung "Europe Today" sagt Rafał Trzaskowski, der Bürgermeister der Hauptstadt von Polen, zu möglichen Gesprächen mit Russland, es sei wichtig, die Stimme des ukrainischen Volkes zu hören.
Der Bürgermeister der polnischen Hauptstadt Warschau, Rafał Trzaskowski, der der Bürgerplattform von Ministerpräsident Donald Tusk angehört, war von 2009 bis 2013 Europaabgeordneter. Im vergangenen Jahr war er auch Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen in Polen.
Im Interview mit Méabh McMahon in der Euronews-Sendung "Europe Today" spricht der 54-jährige in hervorragendem Englisch vor allem über Russlands Angriffskrieg in der Ukraine.
Auf die Frage, ob die EU die Kommunikation mit dem Kreml wieder aufnehmen sollte, antwortet der Warschauer Bürgermeister, dass vor allem die Stimme des ukrainischen Volkes gehört werden müsse.
Frankreich, Italien und Österreich sind für den Dialog mit Russland, um sich bei den laufenden Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges nicht ausschließlich auf das Weiße Haus zu verlassen.
"Ukrainer haben uns eine Atempause verschafft"
Es sei von grundlegender Bedeutung, dass die Europäer sich engagieren und die Ukraine weiterhin unterstützen, sagt Rafał Trzaskowski in der Euronews-Sendung "Europe Today".
Und Rafał Trzaskowski erklärt: "Wir müssen den Ukrainern helfen, denn sie haben tatsächlich für unsere Freiheit gekämpft und uns Sicherheit gegeben. Sie haben uns eine Atempause verschafft, um unsere Sicherheit wiederherzustellen, denn die russische Bedrohung ist da. Und wenn dieser Krieg mit Putins 'Erfolg' endet, dann ist das die größte Bedrohung für die europäische Sicherheit."
Der Warschauer Bürgermeister fordert die Europäer dazu auf, mehr in die Verteidigung zu investieren. Rafał Trzaskowski verweist dabei auf die Vorbildfunktion Polens: "Wir stärken unsere Sicherheit so gut wir können. Wir investieren fast fünf Prozent unseres BIP in die Verteidigung. Wir stärken unsere Ostgrenze. Wir investieren so viel wie möglich. Wir übernehmen selbst Verantwortung, genau wie es Präsident Trump wollte. Jetzt müssen wir andere Europäer davon überzeugen, dasselbe zu tun.
Gleichzeitig sei es „eine Frage der europäischen Sicherheit“, die Amerikaner in die eventuellen Verhandlungen mit Russland mit einzubeziehen.