Am Samstag haben Tausende Männer und Frauen in Uniformen aus dem 19. Jahrhundert, zu Pferd und zu Fuß, auf einem Feld in Tschechien eine Schlacht nachgestellt. Damit erinnerten sie an den Triumph Kaiser Napoleons über Russland und Österreich vor 220 Jahren nahe Slavkov.
Die Inszenierung im großen Stil bot Kavallerie, Infanterie und Kanonendonner. Sie lockte Zehntausende an das Schlachtfeld.
Die 90-minütige Nachstellung zeigte Schlüsselmomente der Schlacht. Die Schlacht selbst dauerte damals mehr als zehn Stunden.
Mark Schneider, ein US-Amerikaner, der seit zwei Jahrzehnten Napoleon verkörpert, war in diesem Jahr zum letzten Mal dabei.
Bei Austerlitz führte Napoleon rund 73.000 Soldaten gegen mehr als 85.000 Kämpfer im Dienst des russischen Zaren Alexander I. und des österreichischen Kaisers Franz I.
Vier Tage nach der Niederlage unterzeichnete Österreich im Schloss von Austerlitz einen Waffenstillstand.
Später im selben Monat schlossen die Unterhändler in Pressburg, heute die slowakische Hauptstadt Bratislava, einen Friedensvertrag. Er ordnete die politische Landkarte Europas neu.