In Huelva fand eine Trauermesse für die Opfer des Zugunglücks von Adamuz statt. Das Unglück forderte 45 Todesopfer. König Felipe VI. und Königin Letizia nahmen teil und standen den trauernden Familien bei.
Mehr als 300 Angehörige reisten in die andalusische Stadt. Wochen nach dem Unfall ist der Schock für viele unverändert. Während der Messe forderten mehrere Familienmitglieder offen, die ganze Wahrheit über den Unfall ans Licht zu bringen.
Über die Trauer hinaus hat die Tragödie politische Spannungen neu entfacht. Dass Premierminister Pedro Sánchez und Verkehrsminister Óscar Puente fernblieben, blieb nicht unbemerkt und befeuert die Debatte über Verantwortung an der Spitze der Regierung.
Der Verkehrsminister wirft Oppositionsparteien vor, das Unglück auszuschlachten und nach der Kollision am 18. Januar irreführende Behauptungen zur Sicherheit der Bahn zu verbreiten. Es war einer der tödlichsten Zugunfälle Europas in diesem Jahrhundert. Ein erster Bericht verwies auf Risse im Gleis. Endgültige Ergebnisse werden erst in einigen Monaten erwartet.