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Weltkriegsgedenkmarsch in Lettland: Wer sind die Befreier?

Weltkriegsgedenkmarsch in Lettland: Wer sind die Befreier?
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In Lettland haben etwa 1500 Menschen an einem Gedenkumzug für lettische Soldaten teilgenommen, die zum Ende des Zweiten Weltkriegs gegen den Einmarsch der Sowjetarmee kämpften.

Die regelmäßig am 16. März veranstalteten Umzüge sind nicht unumstritten, da die rund 140.000 Letten unter dem Kommando der deutschen Waffen-SS standen. Wegen befürchteter Zwischenfälle war in Riga ein großes Polizeiaufgebot abgestellt.

“Ich habe noch nie so viele Polizisten gesehen”, so eine Teilnehmerin. “Aber ich bin froh, dass sie gut angezogen sind und sich der Staat um uns kümmert. Unser Feind hat Angst, weil wir uns nicht fürchten.” Eine Anspielung auf den Nachbarn Russland.

Aber auch einige Kritiker waren vor Ort. Mit Hygienanzügen und Wischmopps ausgestattet, reinigten sie das Freiheitsdenkmal nach der Veranstaltung symbolisch.

Sie werfen den Teilnehmern vor, die Nazi-Verbindungen und Verbrechen vieler der geehrten Soldaten auszublenden. Statt dessen gedachten sie der 130.000 Letten, die auf Seiten der Sowjets kämpften. Am Monument legten sie dazu Kränze mit den Georgsband nieder, einem heute russisch-patriotisch aufgeladenen Symbol.

Etwa ein Viertel der gut zwei Millionen Letten gehört der russischsprachigen Minderheit an.