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Abgrenzung von Russland: Kiew führt zusätzlichen Weltkriegsgedenktag ein

Abgrenzung von Russland: Kiew führt zusätzlichen Weltkriegsgedenktag ein
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Von Euronews
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Die Ukraine gedenkt zum ersten Mal in ihrer Geschichte am 8. Mai der Opfer des Zweiten Weltkriegs. Dies ist ein zusätzlicher Gedenktag. Der Sieg über

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Die Ukraine gedenkt zum ersten Mal in ihrer Geschichte am 8. Mai der Opfer des Zweiten Weltkriegs. Dies ist ein zusätzlicher Gedenktag. Der Sieg über Nazi-Deutschland wird wie gewohnt und auch in anderen Ex-Sowjetrepubliken üblich am 9. Mai gefeiert – trotzdem grenzt sich Kiew deutlich von Russland ab. Neben dem neuen Gedenktag wird auch ein neues Symbol eingeführt. Ukrainer sollen künftig mit “Poppies” der Kriegsopfer gedenken. Mit den künstlichen Klatschmohnblüten wird traditionell in englischsprachigen Ländern an die Toten erinnert. Der Kreml benutzt das orange-schwarz gestreifte St. Georgs-Band als Symbol.

“Wir orientieren uns Richtung EU”, so eine Passantin in Kiew, “und dort werden die Poppies benutzt. Ich wünschte, alles wäre gut und es gäbe keinen Krieg in Donezk und Luhansk.”

Auf der Website des Ukrainischen Instituts für Nationales Gedenken kann man die Namen im Krieg verstorbener Angehöriger auf die Poppies setzen lassen. Es gehe nicht darum, den Krieg zu glorifizieren, so der Chef des Instituts Volodymyr Vyatrovych: “Jetzt, wo wir im Donbass sehen können, wie schlimm Krieg ist, ist es wichtig, zu sagen, dass Krieg etwas ist, das sich nicht wiederholen sollte. Es ist wichtig, zu verstehen, dass jeder Krieg eine Tragödie ist. Auf keinen Fall sollte man aus einem Kriegsende einen Kriegskult machen.”

Am 8. Mai plant das ukrainische Parlament eine Sondersitzung. Später wird der Präsident eine Rede halten. Auf eine Militärparade am 9. Mai wird verzichtet. Stattdessen will die Kiewer Führung Blumen am Grab des Unbekannten Soldaten niederlegen.

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