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Fall Freddie Gray: Anklage gegen sechs Polizisten wird aufrechterhalten

Fall Freddie Gray: Anklage gegen sechs Polizisten wird aufrechterhalten
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Aufatmen für Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude in Balitmore: Die Anklage gegen sechs Polizisten im Fall Freddie Gray wird aufrechterhalten. Das hat das Gericht an der US-Ostküstenstadt im Rahmen erster Anhörungen entschieden. Die Verteidigung hatte zudem verlangt, dass die Staatsanwältin wegen Befangenheit von dem Fall zurücktritt. Auch diese Forderung lehnte der Richter ab. Die Staatsanwaltschaft warf der Verteidigung vor, mit ihren Forderungen von der Schuld der Polizisten ablenken zu wollen.

Der 25-jährige Freddie Gray war im April ums Leben gekommen nachdem er sich offenbar in Polizeigewahrsam lebensgefährliche Verletzungen zuzog. Sechs Beamte sind unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und Totschlags angeklagt. Je nach Vorwurf drohen den Angeklagten Haftstrafen zwischen 10 und 30 Jahren. Die Polizisten sollen den jungen Afroamerikaner bäuchlings auf den Boden des Fahrzeugs gelegt und nicht angeschnallt haben. Gray zog sich Verletzungen an der Wirbelsäule zu, fiel ins Koma und starb wenig später im Krankenhaus.

Der Richter entschied zudem, dass jeder Angeklagte ein separates Verfahren erhalten wird.

Der Tod von Freddi Gray hatte in Baltimore und anderen Städten heftige Proteste ausgelöst. Er wurde als neuer Fall von tödlicher Polizeigewalt gegen unbewaffnete Schwarze in den USA verurteilt. Auch am Mittwoch forderten Demonstranten Gerechtigkeit für den jungen Mann. Die Anhörungen in dem Fall wurden von hohen Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Ein Demonstrant wurde festgenommen, nachdem er von einem Streifenwagen gerammt wurde. Lokalen Medien zufolge hatte er sich dem Fahrzeug in den Weg gestellt.