Eilmeldung

UN-Bericht zu Burundi: Vergewaltigungen und Massenhinrichtungen

UN-Bericht zu Burundi: Vergewaltigungen und Massenhinrichtungen
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Laut einem Bericht der Vereinten Nationen sind Sicherheitskräfte in Burundi für Vergewaltigungen, Folter und Hinrichtungen verantwortlich. Augenzeugen sprechen von mindestens neun Massengräbern. Dem ostafrikanischen Land drohe der Rückfall in einen ethnisch motivierten Bürgerkrieg. Rupert Colville, Sprecher des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte, sagte:

Ein anderer Zeuge behauptete, Tutsis würden systematisch getötet, während Hutus verschont blieben.

“Die Annahme, dass es sich um ethnische Gewalttaten handelt, wird von einer sexuell missbrauchten Frau bestätigt, die aussagte, ihr Vergewaltiger habe gesagt, sie zahle den Preis dafür, eine Tutsi zu sein. Ein anderer Zeuge behauptete, Tutsis würden systematisch getötet, während Hutus verschont blieben. Nach verschiedenen Zeugenaussagen würden in Muramvya in der Nähe von Bujumbura Menschen weitgehend aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit verhaftet.”

Seit mehreren Monaten herrschen in Burundi bürgerkriegsähnliche Zustände. Auslöser ist die dritte Amtszeit von Präsident Pierre Nkurunziza gegen geltendes Recht. Regierungstruppen gehen brutal gegen Proteste und die Opposition vor. Die UN warnt vor einem Zusammenbruch von Recht und Gesetz. Hunderttausende Burundier sind geflohen.

Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.